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Aus der Wirtschaft

Schwein/2013: Kleinere Produktion und weniger Exporte

von , am
29.01.2013

Die EU-Kommission hat ihren mittelfristigen Marktausblick zum Schweinemarkt veröffentlicht. Darin rechnet sie mit einer kleineren Produktion und sinkenden Exporten.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die EU-Kommission mit einer sinkenden Schweineproduktion gerechnet. Der Trend hat sich bestätigt. © landpixel
Die Produktion von Schweinefleisch wird in der Europäischen Union im Jahr 2013 um gut drei Prozent zurückgehen. Gleichzeitig fällt der Export nach dem Ausfuhrrekord des Jahres 2012 um rund 15 Prozent (%) auf das Niveau von 2010 zurück. Zu diesen Ergebnissen kommt die EU-Kommission im Rahmen ihres im Januar veröffentlichen mittelfristigen Marktausblicks.

Produktion etwa drei Prozent kleiner

Mit dieser Prognose bestätigt die EU-Kommission im Wesentlichen ihre bereits im Verlauf des Jahres 2012 getroffenen Markteinschätzungen. Danach haben die hohen Futterkosten in Verbindung mit der verbindlichen Einführung neuer Haltungsstandards zu einem Rückgang der Bestände und der Produktion geführt. Für 2013 wird die europäische Schweinefleischproduktion jetzt auf 22,297 Millionen Tonnen (Mio. t) geschätzt. Im Vergleich zu 2012 ist dies ein kräftiger Rückgang von 0,703 Mio. t oder gut drei Prozent.
 
Allerdings rechnet die Kommission für die nächsten Jahre wieder mit einer kontinuierlichen Zunahme der Produktion. Das Niveau des Jahres 2012 wird nach dieser Prognose jedoch erst wieder in zehn Jahren erreicht.

Export geht ebenfalls deutlich zurück

Besonders deutlich wird im gerade begonnenen Jahr 2013 nach den Erwartungen der Kommission jedoch der Export von Schweinefleisch zurückgehen. Nach dem bisherigen Ausfuhrrekord von rund 2,196 Mio. t aus dem Jahr 2012 soll die Ausfuhr im laufenden Jahr ziemlich kräftig um 15 % auf 1,867 Mio. t schrumpfen und damit auf das Niveau von 2010 zurückfallen.
 
Gründe für die außergewöhnlich starke Exportdynamik der beiden Vorjahre war das insgesamt knappere globale Angebot, die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit wegen des schwachen Euros, aber auch die sehr guten Absatzmöglichkeiten nach China, in die Ukraine und nach Weißrussland.

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