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Aus der Wirtschaft

Schweine: Absatzprobleme und Preisdruck

von , am
15.02.2014

Die Schweinepreise stehen im Februar mächtig unter Druck. Ein Grund sind die Probleme beim Export nach Russland. Etwa fünf Prozent der deutschen Gesamtexporte gehen üblicherweise dort hin.

Weniger Schweine, mehr Nachfrage: Das lässt die Preise derzeit steigen. © Jerzy/pixelio
Im Februar sind die Schweinepreise in Deutschland überraschend deutlich unter Druck geraten, nachdem in der zweiten Januarhälfte zunächst nach einer Preiserholung aussah.
 
Ein Grund für den Preisrückgang sind sicherlich die Probleme der Europäer beim Export von Schweinefleisch nach Russland.

Russland ist wichtigster Drittlandsmarkt der EU

Im letzten Jahr gingen etwa ein Viertel aller deutschen Schweinefleischexporte in Drittländer, während drei Viertel in andere EU-Staaten verkauft wurde. Auf Russland entfallen etwa fünf Prozent (%) der deutschen Gesamtexporte und damit etwas weniger als nach China oder Honkong. Der Anteil Russlands an den deutschen Drittlandsexporten liegt allerdings bei etwa 20 %.
 
Bei den gesamteuropäischen Exporten (EU 28) erreicht Russland sogar einen Anteil von fast 25 %. Damit ist das Land noch vor China, Hongkong und Japan der wichtigste Drittlandsmarkt der Europäer.
 
Ohne Frage wirken sich auch die Exportprobleme der anderen EU-Länder indirekt auf den deutschen Markt und die Absatzmöglichkeiten aus. Problematisch ist zudem das große Angebot (Schlachtung). In den ersten vier Januar-Wochen 2014 war die Zahl der geschlachteten Schweine in Deutschland etwa ähnlich groß wie 2013. Damit werden in Deutschland auch 2014 etwa so viele Schweine geschlachtet wie im Rekordjahr 2013. 

Preise deutlich unter Vorjahr

Wie auf der Grafik zu sehen, stehen die Schweinepreise derzeit arg unter Druck.
Von Ende Januar bis Anfang Februar sind die Schweinepreise wegen der Probleme im Export und der anhaltend hohen Schlachtzahlen von fast 1,60 Euro je Kilogramm bis auf 1,52 Euro abgesackt und liegen damit deutlich unter dem Niveau der letzten beiden Jahre.
 
Angesichts der aktuellen Marktentwicklung hat sich auch die Preiserwartung am Terminmarkt deutlich verschlechtert. An der Eurex lagen die Kontraktpreise für den Februar und den März zuletzt nur noch bei 1,50 Euro und damit 14 Cent niedriger als vor vier Wochen. Eine moderate Preiserholung erwarte man am Terminmarkt derzeit erst im April. Die ausführliche Meldung mit noch mehr Preisen finden Sie in unserem Marktkompass ...
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