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Schweine: Hauspreise wieder im Gespräch

von , am
18.06.2015

Mit den heißen Temperaturen stiegen vergangene Woche auch die Schweinepreise. Die Schafskälte verdirbt nun die Lust auf Grillfleisch und damit auch die Preise.

© Mühlhausen/landpixel
Gerade schienen sich die Schweinepreise erholt zu haben, macht das Wetter ein Strich durch die Rechnung. In der dritten Juniwoche drehen die Schweinepreise wieder ins Minus, schreibt Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers. Hauptgrund für den relativ deutlichen Preisrückgang ist die schwächere Nachfrage nach Grillfleisch. Auch in den nächsten Tagen ist erst einmal kein Grillwetter zu erwarten, so dass der Verkauf im Einzelhandel ins Stocken kommt und die Schlachter versuchen die Schweinepreise zu drücken. Im Vorfeld der Preisfeststellung war deshalb auch wieder einmal von Hauspreisen die Rede. Das Angebot an Schweinen ist im Wochenvergleich zwar nicht größer geworden, deckt nun aber offenbar recht gut die schwächere Nachfrage. Zudem sind die Schlachtzahlen Mitte Juni wieder größer als im vorigen Jahr. Am Terminmarkt bleiben die Preiserwartungen für die nächsten Wochen ebenfalls unverändert pessimistisch.
 

VEZG-Preis sinkt um 4 Cent

In der zweiten Juniwoche wurde der bis zum 24. Juni geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um 4 Cent auf 1,49 Euro je kg SG gesenkt. Die Preispanne lag bei der aktuellen Notierung zwischen 1,45 Euro und 1,53 Euro und war ungewöhnlich groß und macht die sehr schwierige Preisfindung und die sehr differenzierte Markteinschätzung der an der Notierung beteiligten Erzeugergemeinschaften bei deutlich. Bei der ISN- Internet-Auktion am Dienstag hatte man die Schweine zu einem um 3 Cent niedrigeren Preis mit 1,57 Cent gehandelt. Die Preisspanne lag relativ eng bei 1,56 Euro/kg bis 1,59 Euro/kg. Bei der ISN-Auktion wurden noch 75 Prozent der angebotenen Schweine auch verkauft.

Magere Preiserwartungen am Terminmarkt

Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) lagen die Preiserwartungen für den Juni bei knapp 1,49 Euro und damit weiterhin unverändert zu vorigen Woche und zudem auf dem Niveau des aktuellen VEZG-Preises. Der Juli notierte bei knapp 1,53 Euro und damit ebenfalls unverändert zur vorigen Woche. Auch für den Augusttermin erwartet man ebenfalls unveränderte Preise von 1,54 Euro.
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