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Aus der Wirtschaft

Schweine: Markt wie festgenagelt, Preisanstieg möglich

© Mühlhausen/landpixel
von , am
16.05.2014

Die Verhältnisse am Schweinemarkt sind unverändert. Weder für den saisonal typischen Preisanstieg, noch für eine Korrektur der Preise lieferte der Markt ausreichend Gründe.

Die Sauenpreis-Notierung der VEZG wird zukünftig ab Hof ausgewiesen. © Mühlhausen/landpixel
Dabei hat die Schlachtung bereits letzte Woche wieder kräftig zugenommen, der Markt nahm das größere Angebot jedoch ohne erkennbare Probleme auf. Dennoch reicht die Nachfrage eben nicht aus um höhere Preise durchzusetzen, denn insbesondere der Absatz von Grillfleisch ist weiter schleppend und hält die Preise zunächst einmal unten. Daran hat sich auch in dieser Woche nichts geändert und bis zum Wochenende bleibt dies wohl auch so.
 
Für die kommende Woche gibt es jedoch Hoffnung auf einen stärkeren Nachfrageschub. Glaubt man den aktuellen Wetterprognosen könnten die Temperaturen nächste Woche in etliche Regionen über 25 Grad Celsius steigen und dann endlich auch die Preise mit nach oben ziehen. Vorausgesetzt das Angebot wird nächste Woche nicht zu groß. Diese Woche (14. Mai) blieb der VEZG-Preis für Schlachtschweine jedenfalls noch einmal unverändert stehen.

Schweinepreise seitwärts, Preisrutsch bei Sauen

Am Mittwoch (14. Mai) blieb der bis zum nächsten Mittwoch (21. Mai) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine unverändert bei 1,60 Euro/kg SG, in einer Spanne von 1,60 Euro bis 1,63 Euro/kg SG. Bereits in den beiden Vorwochen hatte sich die Notierung nicht verändert. Auf der letzten ISN-Auktion am Montag (12. Mai) waren die Preise für die dort gehandelten Schweine sogar leicht um 2 Ct zurückgegangen.
 
Sehr kräftig nach unten korrigiert wurde diesen Mittwoch (14. Mai) indessen der VEZG-Preis für Schlachtsauen. Mit einem Abschlag von 6 Ct rutschte die Sauenpreise bis auf 1,32 Ct/kg SG nach unten. Die Preisspanne ist allerdings überraschend groß und reicht von 1,28 bis 1,38 Euro/kg SG. Mehr Schweine und deutlich mehr Sauen geschlachtet

Die Zahl der geschlachteten Schweine hat in der vorigen, nicht durch einen Feiertag unterbrochenen Schlachtwoche (bis 11. Mai), kräftig zugenommen. Mit insgesamt 902.022 geschlachteten Schweinen wurden 10 Prozent (%) mehr Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (817.228). In den drei Wochen zuvor gab es feiertagsbedingt jeweils einen Schachttag weniger (Karfreitag, Ostermontag, 1. Mai).

Schlachter halten Preise stabil

Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 11. Mai durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E lag bei 1,61 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurden den Landwirten 1,65 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 05. Mai) sind die Preise damit unverändert geblieben. Schlachtsauen (M) wurden in der Woche bis 11. Mai mit 1,40 Euro/kg SG abgerechnet und damit 2 Ct niedriger wie in der Vorwoche.

Terminmarkt für den Mai sehr verhalten


Am Terminmarkt in Frankfurt erwartet man derzeit für den restlichen Mai weiterhin nur noch einen leichten Preisanstieg. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Preise an der Eurex für den Mai stabil geblieben. Der Maikontrakt wurde am Mittwoch (14. Mai) mit knapp 1,63 Euro/kg gehandelt und eben so teuer wie in der Vorwoche und nur 3 Ct über der aktuellen Niveau der VEZG-Notierung. Für den Juni lagen die Preiserwartungen an der Eurex bei knapp 1,68 Euro/kg und eben so hoch wie in der letzten Woche. Der Julikontrakt wurde am Terminmarkt 1 Ct niedriger als vorige Woche mit 1,69 Euro/kg SG gehandelt.

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