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Schweine: Preiskorrektur vor Ostern

© landpixel
von , am
17.04.2014

Die Stimmung am Schweinemarkt hat offenbar gedreht. Das Angebot an Schweinen ist groß, die Nachfrage ist wegen des kühleren Wetters zurückgegangen. Einige große Schlachter zahlten nur Hauspreise.

Mit der zusätzlichen Abrechnung nach AutoFOM-MFA hofft die Westfleich auf mehr Schweine in Gelsenkrichen. © Mühlhausen/landpixel
Zum einen verzeichnete man in der zweiten Aprilwoche eine Rekordschlachtung und damit eine sehr großes Angebot. Zum anderen bleibt das Angebot an Schweinen in der Karwoche und auch nach Ostern wegen der beiden fehlenden Schlachttage groß.
 
Einige große Schlachter hielten vor dem Hintergrund des Rekordangebotes aus der letzten Woche bereits den letzten VEZG-Preis für zu hoch und waren deshalb mit ihren Auszahlungspreisen rund zwei Cent unter der VEZG-Notierung geblieben (Hauspreise).
 
Auch das sehr kühle Wetter der letzten Tage vor Ostern dürfte sich negativ auf die Nachfrage und den Absatz von Grillfleisch ausgewirkt haben. Ob das für das Osterfest angekündigte wärme Wetter (ab Samstag) sich positiv auf die weitere Preisentwicklung auswirkt ist fraglich, denn auch nächste Woche fehlt ja ein Tag (Ostermontag) zum Schlachten.

Kräftige Preissenkung vor Ostern

Gestern wurde der bis nächste Woche geltende VEZG-Preis deutlich um fünf Cent (Ct) auf 1,58 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro/kg SG) gesenkt. Der VEZG -Preis für Schlachtsauen wurde diese Woche unverändert mit 1,38 Ct/Kg SG frei Eingang Schlachtstätte fortgeschrieben.
 
Die Zahl der geschlachteten Schweine erreichte in der zweiten Aprilwoche (bis 13. April) einen neuen Wochenrekord. Mit insgesamt 1002.584 geschlachteten Schweinen wurden 3,8 Prozent (%) mehr Tiere abgerechnet als in der Woche zuvor (965.333). Gleichzeitig übertrifft die aktuelle Schlachtmenge den vergleichbaren Vorjahreswert um rund 3,6 %.
 
Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 13. April durchschnittlich ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse E lag bei 1,62 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse S wurden den Landwirten 1,66 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor sind die Preise damit um drei bzw. vier Ct gestiegen. Schlachtsauen (M) wurden in der Woche bis 13. April mit 1,41 Euro/kg SG abgerechnet und damit einen Cent teurer als in der Vorwoche. 

Terminmarkt erwartet leichte Preiserholung

Am Terminmarkt in Frankfurt (Eurex) sind die für den April erwarteten Schweinepreise im Vergleich zur Vorwoche leicht zurückgegangen. Der Aprilkontrakt wurde am Mittwochnachmittag mit knapp 1,62 Euro/kg gehandelt und damit einen Cent niedriger als in der Vorwoche, aber vier Cent über dem aktuellen Niveau der VEZG-Notierung.
 
Für den Mai lagen die Preiserwartungen an der Eurex bei knapp 1,69 Euro/kg und damit genau so hoch wie in der letzten Woche. Der Junikontrakt wurde am Terminmarkt ebenfalls unverändert mit 1,69 Euro/kg SG gehandelt.
Die ausführliche Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
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