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Schwein

Schweinebestand um mehr als sieben Prozent abgestockt

von , am
08.11.2009

Ottawa - Die Krise am kanadischen Schlachtschweinemarkt hat zu einem starken Bestandsabbau geführt.

© agrarfoto.com

Wie das Statistikamt in Ottawa bekanntgab, wurden zum Stichtag am 1. Oktober 2009 landesweit noch 11,82 Millionen Schweine gezählt, das waren 7,3 Prozent weniger als zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt.

Überdurchschnittlich sank die Zahl der weniger als 20 Kilo schweren Ferkel mit einem Minus von 7,9 Prozent auf 3,59 Millionen. Damit ist bis weit ins Neue Jahr hinein mit einer geringeren Versorgung des kanadischen Marktes aus heimischer Produktion zu rechnen. Aber auch auf längere Sicht ist eine Angebotsreduzierung zu erwarten. So ging der Bestand an Sauen und Jungsauen um 4,4 Prozent auf 1,33 Millionen zurück.

Ursachen: Niedrige Marktpreise und Umstrukturierung

In der Kategorie der 20 Kilo bis 60 Kilo schweren Schweine, die in diesen Wochen an die Haken kommen, wurden 3,45 Millionen Tiere registriert, das waren 6,3 Prozent weniger als am 1. Oktober 2008. Als Hauptgründe für den Bestandsabbau sehen die Statistiker niedrige Marktpreise sowie die Umstrukturierung und Schließung landwirtschaftlicher Betriebe. Die Marktkrise in der kanadischen Schweinebranche wurde in diesem Jahr aufgrund eines durch die Mexikanische Grippe mitbedingten Absatzrückgangs sowie wegen der neu eingeführten Ursprungskennzeichnung für diverse Fleischprodukte in den Vereinigten Staaten verschärft.

Neues US-Gesetz: Kanada ruft WTO an

Bisher waren die kanadische und die US-Fleischbranche eng verzahnt, was mit der neuen Gesetzgebung ein Ende haben könnte. Laut dem Agrargesetz der Vereinigten Staaten darf Schweinefleisch nur als US-Erzeugnis gekennzeichnet sein, wenn das Tier in den USA geboren, aufgezogen, gemästet und geschlachtet wurde. Kanada hat aufgrund der Bestimmungen die Welthandelsorganisation (WTO) angerufen. (AgE)

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