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Schweinefleisch-Label: Befragung zu Tierwohlstandards

von , am
15.11.2013

Kiel - Studierende der Uni Kiel führen derzeit eine Produzentenbefragung zur Ausgestaltung eines Tierwohl-Labels durch. Ziel ist, eine angemessene Entlohnung für höhere Standards mitzubestimmen.

© Mühlhausen/landpixel
Ist die Einführung der "Initiative Tierwohl" oder eines "Tierwohl-Labels" sinnvoll und von Landwirten erwünscht? Welche Ausgestaltung der Maßnahmen wären Schweinehalter bereit umzusetzen? Welche Mehrerlösforderungen hätten sie? Studierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel führen derzeit auf Anfrage des Landvolk Niedersachsen Kreisverband Mittelweser eine Produzentenbefragung zur Ausgestaltung eines Tierwohl-Labels durch. Ziel ist, die Sichtweise der Erzeuger darzustellen und eine angemessene Entlohnung für höhere Standards mitzubestimmen.
 

Rege Diskussion findet bereits statt

Derzeit können Verbraucher und Erzeuger eine rege Diskussion um das Tierwohl von Schlachtschweinen in den Medien verfolgen. Zahlreiche Ideen zur Erzielung höherer Tierwohlstandards stehen im Raum - einige bereits beschlossen, andere weniger konkret. Eine Vielzahl von Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen beeinflussen die Entscheidungen auf politischer Ebene. Doch wie stehen eigentlich Verbraucher und Erzeuger zu dem Thema? Welche Forderungen haben die Verbraucher? Was ist Ihnen bei der Produktion ihres später konsumierten Schweinefleisches besonders wichtig und welchen Preis sind sie bereit für mehr Tierwohl zu zahlen? Die Erzeuger müssen sich fragen: Welche Maßnahmen können zu welchen Kosten in der Praxis umgesetzt werden? Was ist möglich, was nicht? Zu welchem Preis muss ein mit höheren Standards erzeugtes Fleisch verkauft werden?

Gleichgewichtspreis nötig

Soll mit höherem Tierwohl erzeugtes Schweinefleisch von Schweinehaltern angeboten und von den Verbrauchern gekauft werden, so ist es unabdingbar, dass sich ein Gleichgewichtspreis hierfür bildet. In der derzeitigen Diskussion wird häufig unterstellt, dass es eine Nachfrage nach tiergerechter erzeugtem Schweinefleisch gibt und dass die zusätzliche Zahlungsbereitschaft der Verbraucher ausreicht, um die Mehrkosten bei Produktion und Vermarktung zu decken. Doch ob dies tatsächlich der Fall ist, soll im Rahmen einer Masterarbeit für die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Abteilung Landwirtschaftliche Betriebslehre und Produktionsökonomie und das Landvolk Niedersachsen Kreisveband Mittelweser e.V. erarbeitet werden.

'Tierwohl'-Schweinemast kann sich lohnen

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