Login
Lebensmittelpreise

Schweinefleisch wird teurer

Schweinefleisch roh
© pixabay
von , am
06.09.2017

Schweinefleisch wird nach wie vor in Deutschland am meisten konsumiert. Dafür müssen Verbraucher jetzt tiefer in die Tasche greifen.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise im August 2017 um 7 Prozent gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI) in Bonn. Schweinefleisch sei nach wie vor die am meisten konsumierte Fleischsorte in Deutschland. 60 Prozent – das sind 600.000 t – der nachgefragten Rohfleischmenge kommen vom Schwein. Das ist mehr als Hähnchen- und Rindfleisch zusammengenommen. Im Schnitt koste ein Kilogramm Schweinekottelet 5,58 Euro, ein Kilogramm Filet sogar 10,28 Euro.

Auch für Schweinehalter steigt der Verkaufspreis

Die Schweinehalter freuen sich über die gestiegenen Verbraucherpreise: Schon seit einigen Wochen liege der Preis je kg Schlachtgewicht bei etwa 1,70 Euro. Das berichtet der Marktexperte der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN), Matthias Quaing. Während der gesamten Sommerferien sei der Schweinepreis mehr oder weniger stabil gewesen.

Ein kostendeckender Preis liege bei etwa 1,60 Euro je kg Schlachtgewicht. Doch nach wie vor müssten die Betriebe die Löcher der Absatzkrise mit Durchschnittspreisen von 1,38 Euro pro kg Schlachtgewicht füllen, berichtet Matthias Quaing weiter. Das derzeit gute Preisniveau sei auf eine gestiegene Nachfrage aus dem Export zurückzuführen. Besonders der hohe Schweinefleischimport Chinas habe sich hierbei bemerkbar gemacht.

Mit Material von proplanta.de

Deutsche Schlachtindustrie: Die 10 größten Schweine-Schlachter

Lkw von Düringer Fleisch
Platz 10: Düringer Fleisch: 2016 taucht erstmals das Düringer Fleischkontor in den Top 10 auf. Hier stiegen die Schlachtungen nach turbulenten Jahren um über 15 Prozent (%) auf 0,96 Mio. Tiere. © Werkbild
Gelände von Simon-Fleisch
Platz 9: Simon-Fleisch: Simon-Fleisch aus Wittlich in Rheinland-Pfalz steigerte seine Schweineschlachtungen 2016 um 1 Prozent auf 1,04 Mio. Tiere. © Werkbild
Metzger zerlegen Fleisch
Platz 8: Tummel: Moderat wachsen konnte das Familienunternehmen Tummel aus dem westfälischen Schöppingen. Tummel schlachtete 2016 1,55 Mio. Schweine. Das waren 2,6 Prozent mehr als 2015. © Fotolia/industrieblick
Gebäude mit Logo von Böseler Goldschmaus
Platz 7: Böseler Goldschmaus: Positiv entwickelte sich die Erzeugergemeinschaft Böseler Goldschmaus aus Garrel und steigerte die Anzahl der geschlachteten Tiere auf 1,77 Mio. © Werkbild
Schweinehälften im Kühlraum
Platz 6: Vogler Fleisch: 2016 zeichnete sich das Schicksal von Vogler Fleisch bereits ab mit einem Schlachtminus von 12 Prozent. Nachdem das Unternehmen in Insolvenz ging, wird es wohl 2017 nicht mehr im Ranking auftauchen. © agrarfoto
Logo Müllerfleisch
Platz 5: Müller Gruppe: Mit einer Steigerung der Schlachtungen um beachtliche 12 % auf 2,1 Mio. Schweine konnte auch die süddeutsche Müller Gruppe gegen den Trend wachsen. © Werkbild
Fleischzerlegung bei Danish Crown
Platz 2: Die Silbermedaille unter den weltweit größten Schlachtbetrieben sicherte sich Danish Crown mit 25 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016. © Werkbild
Westfleisch Industriegebäude
Platz 3: Westfleisch: In 2016 konnte Westfleisch die Verlustzone wieder verlassen. Insgesamt wurden die Schlachtungen auf 8 Mio. Schweine gesteigert. © Creative Commons/Stahlkocher
Vion-Gebäude
Platz 9: Vion: Mit knapp 10 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016 erreichte die Vion Food Group Platz 9 der weltweit größten Schlachtunternehmen. © Creative Commons/Thomas Nugent
Werksgebäude des Unternehmens Tönnies
Platz 5: Unter die Top 5 der weltweit größten Schlachtunternehmen hat es die deutsche Firma Tönnies mit rund 18 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016 geschafft. © Werkbild
Auch interessant