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Schweinefleischexport: Brasilien kommt in Schwung

von , am
02.07.2012

Sao Paulo - Im Vergleich zum Vorjahr hat Brasilien in den ersten fünf Monaten des Jahres fünf Prozent mehr Schweinefleisch an internationale Abnehmer verkauft. Gestiegen sind vor allem die Ausfuhren nach China und in die Ukraine.

Auch 2015 bleiben die Schweinepreise aufgrund des hohen Angebots unter Druck. © Mühlhausen/landpixel
Die brasilianischen Schweinefleischexporteure haben im Mai 2012 gute Geschäfte gemacht und fast 20 Prozent (%) mehr Ware an Kunden im Ausland verkauft als im Vorjahresmonat. Wie aus Statistiken des brasilianischen Schweine- und Exportverbandes (ABIPECS) hervorgeht, belief sich die Ausfuhrmenge im Berichtsmonat auf 53.404 Tonnen (t) und erreichte damit den bisher höchsten Stand in diesem Jahr.

Export nach Hongkong um ein Drittel gestiegen

Mengenmäßig wurden von Januar bis Mai 225.000 t Schweinefleisch an internationale Käufer geliefert, ein Zuwachs von fünf Prozent gegenüber den ersten fünf Monaten von 2011. ABIPECS bewertete das bisherige Ausfuhrergebnis als Erfolg, da nach wie vor Handelsrestriktionen des wichtigsten Kunden Russland in Kraft seien und sich die Ausfuhrmenge dorthin um fast 50 % auf 44.000 t verringert habe.
 
Auch das Argentiniengeschäft litt dem Exportverband zufolge seit Februar 2012 unter der dortigen Einfuhrsperre für Teilstücke und brach deshalb um 65 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. Deutlich besser lief es für die Exporteure mit dem Absatz in Hongkong, der um ein Drittel auf 56.000 t zunahm und die chinesische Sonderwirtschaftszone zum wichtigsten Kunden werden ließ. Knapp dahinter rangierte die Ukraine, die von Januar bis Mai fast 53.000 t Schweinefleisch aus Brasilien bezog. Das war dreieinhalb Mal soviel wie im Vorjahreszeitraum.

Exporterlöse legen zu

Trotz eines Preisrückgangs um annähernd acht Prozent gegenüber Mai 2011 lagen die Exporterlöse um 9,3 % über dem Vorjahresniveau. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres erzielte Brasilien durch den Schweinefleischverkauf am internationalen Markt Einnahmen von fast 580.000 Dollar (464.000 Euro); das waren aufgrund des 5,5 % niedrigeren Preisniveaus 0,7 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
Umrechnungskurs: 1 Dollar = 0,8000 Euro
 
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