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Mit dem Hoftierarzt unterwegs

Schweinegrippe: Pandemisches Influenza-Virus kennt keine Grenzen mehr

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am Montag, 25.10.2021 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In einem Sauenbetrieb trat bei den Tieren wiederholt Fieber und ein diffuses Krankheitsgeschehen auf. Als Ursache wurde das pandemische Influenza-Virus nachgewiesen.

In einem Ferkelerzeugerbetrieb trat bei den Sauen immer wieder um die Geburt herum und in den ersten beiden Säugewochen Fieber auf. Im Flatdeck kam es später zu Ohrrandnekrosen und Lungenentzündungen bei den Ferkeln. Insgesamt zeigte sich ein diffuses Krankheitsgeschehen im Bestand.

Hinzu kamen weitere Gesundheitsprobleme wie PRRS-Einbrüche, Mykoplasmeninfektionen oder Durchfallerkrankungen bei den Schweinen. Das verwunderte insofern, da die Tiere gegen fast alle nachgewiesenen Erreger geimpft waren. Und auch in Fragen der Biosicherheit ließ der Betriebsleiter nichts unversucht, um den wiederkehrenden Infektionen Herr zu werden – ohne Erfolg. All dies deutete auf ein extrem geschwächtes Immunsystem der Schweine hin.

Pandemisches Influenza-Virus hat Krankheitsgeschehen verursacht

Nach umfangreichen diagnostischen Maßnahmen – dazu zählten Nasentupfer in allen Altersgruppen, Kaustricke und Wischproben an Buchtenwänden und am Gesäuge der Sauen – wurde das pandemische Influenza-Virus nachgewiesen. Daraus schlussfolgerte der betreuende Tierarzt, dass es einen Zusammenhang zwischen der pandemischen Influenza und der stark geschwächten Immunität des gesamten Bestands geben musste.

Dem Tierarzt zufolge ist das pandemische Influenza-Virus das immunsupressivste Agens, das unterwegs ist. Es schaffe es sogar, die Wirkung eines PRRS- oder APP-Impfstoffs auszuschalten. Auch Fälle aus anderen Betrieben zeigten, dass die Verbreitung des pandemischen-Influenza-Virus stark zugenommen und der Erreger praktisch keine Grenzen mehr kenne.

Impfung gegen das Influenza-Virus ist die beste Vorbeuge

Nach der klaren Diagnose hat der Ferkerzeuger auf Anraten seines Tierarzts zunächst die Sauen gegen Infuenza geimpft. Auch die Ferkel wurden für einen bestimmten Zeitraum gegen das Virus vakziniert. Laut Tierarzt kündigen die Ferkel  eine Influenzawelle mit der Zunahme von unspezifischen Problemen wie Schniefen, Hüsteln, Fieberphasen und nachfolgenden Ohrrandnekrosen an. Ziel war es, den gesamten Bestand durchzuimpfen, um den Erregerdruck effektiv senken zu können.

Infolge der Impfung verbesserte sich die Gesundheitslage im Bestand sichtlich. Die Fieberphasen der Sauen im Abferkelstall blieben aus. Auch die durch andere Erreger wie das Rotavirus verursachten Durchfälle traten kaum noch auf. Im Flatdeck beobachtete der Landwirt sehr viel seltener als zuvor Atemwegsprobleme und Ohrrandnekrosen. Landwirt und Tierarzt zeigten sich sehr zufrieden, da die Aufzucht deutlich ruhiger verlief als zuvor und sie über längere Zeit keinerlei Medikamente mehr einsetzen mussten.

Mehr über diesen Fall und welche Rolle das Influenza-Virus auch als Zoonoseerreger spielt, lesen Sie in der Oktober-Ausgabe von agrarheute Schwein ab Seite 36.

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