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Buchführungsergebnisse 2015/16

Schweinehalter: Einbußen und Gewinnrückgang bis 28 Prozent

Mastschweine im Stall
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Eva Eckinger, agrarheute
am
15.11.2016

Wie die ersten Unternehmensergebnisse zeigen, mussten Schweinehalter im letzten Wirtschaftsjahr deutlich stärkere Einbußen hinnehmen als Rinderhalter. Die Unternehmensergebnisse sanken weiter auf rund 30.000 Euro.

Die von den Landwirtschaftskammern veröffentlichten Unternehmensergebnisse Schweine haltender Betriebe nahmen in den Regionen mit einer ausgeprägten Veredlung von gut 40.000 Euro auf rund 30.000 Euro weiter ab. Die Schweinehalter mussten demgemäß einen Rückgang des Gewinns zwischen 15 Prozent und 28 Prozent hinnehmen.

Besonders niedrig lagen die Unternehmensergebnisse in Nordrhein-Westfalen mit rund 30.000 Euro, während sie in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein leicht zulegen konnten.

Stärkere Einbußen als Rinderhalter

Der Verband der Landwirtschaftskammern weist daraufhin, dass die Einkommenskrise der Veredlung schon deutlich länger anhält als die Krise im Milchmarkt. Schweinehaltende Betriebe mussten im letzten Wirtschaftsjahr deutlich stärkere Einkommens- und Umsatzeinbußen hinnehmen als rindviehhaltende Betriebe.

Verfall der Einkommenssituation

Für den Verfall der Einkommenssituation in der Schweinhaltung waren die sinkenden Ferkel- und Schlachtschweinepreise die Hauptursachen. Günstiges Futter, wegen gesunkener Getreide- und Sojapreise, kam allen Schweinehaltern zugute.

Abfallende Ferkelpreise halfen nur den Mästern und bescherten den Ferkelerzeugern weitere, schmerzliche Einkommensverluste. So liegen die Unternehmensergebnisse der größeren Mäster deutlich über dem Durchschnittsergebnis in der Ferkelerzeugung.

Schweinepreise noch stärker unter Druck

Das Preisniveau für Schlachtschweine blieb 2015 unter dem Niveau der letzten sechs Jahre. Besonders drastisch gaben die Kurse am Jahresende 2015 nach. Ab Mai 2016 zogen die Preise wieder an, vor allem aufgrund einer regen Nachfrage aus China.

Zusammenfassend betrachtet über das Wirtschaftsjahr 2015/16 ist zu konstatieren, dass nach schlechten Vorjahren die Notierungen abermals um 5 bis 7 Prozent nachgaben. In den Regionen mit einer starken Veredlung brachte ein Schlachtschwein zwischen 125 und 127 Euro. Außerhalb dieser Zentren der Schweinehaltung lagen die Preise höher.

Desaströse Situation am Ferkelmarkt

In den Veredlungszentren lagen die Ferkelpreise nochmals um 5 bis 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dort notierte man Preise zwischen 37 und 41 Euro für ein Tier. Außerhalb der Gebiete mit einer starken Veredlung waren die Abnahmen entweder geringer (Rheinland-Pfalz -3 Prozent bzw. 50 EUR/Tier) oder größer (Schleswig-Holstein -8 Prozent bzw. 38 EUR/Tier).

Mit Material von Verband der Landwirtschaftskammern

Neue Abferkelbucht von Stallprofi

Abferkelbucht
Sau in Abferkelbucht
Ferkel in Abferkelbucht
Abferkelbucht von Stallprofi
Aufbau der Abferkelbucht
Sau und Ferkel
Boden der Abferkelbucht
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