Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Änderung des Baugesetzbuch

Schweinehalter fordern Zukunftsperspektive

Schweinestall-PV-Anlage
am Dienstag, 23.06.2020 - 09:47 (Jetzt kommentieren)

Hinsichtlich der geplanten Änderung des Baugesetzbuchs fordern Schweinehalter in einem offenen Brief eine Zukunftsperspektive.

Vor dem Hintergrund der geplanten Änderung des Baugesetzbuchs haben Schweinehalter aus ganz Deutschland einen offenen Brief an die Regierungsfraktionen veröffentlicht. Unterstützer des Briefs sind unter anderem Nadine und Heinrich Henke (Brokser Sauen), Gabriele Mörixmann (Aktivstall für Schweine), Dirk Nienhaus (Bocholter Landschwein), Dr. Willi Kremer-Schillings alias Bauer Willi

Sie und noch viele weitere Landwirte weisen darauf hin, dass "alle mehr Tierschutz und Umweltschutz" wollen. Doch wer "a" sagt, müsse auch "b" sagen. Um diese gesellschaftlichen Ansprüche umsetzen zu können, müssten die Regierungsfraktionen den Landwirten "einen Chance dazu geben".

Offener Brief an die Regierungsfraktionen

"Wir haben uns Anfang letzter Woche sehr über die Meldung, dass das Kabinett einen Entwurf zur Änderung des Baugesetzbuches beschlossen hat, gefreut. Umso enttäuschter waren wir, als wir hörten, dass die erste Lesung im Plenum verschoben wurde", schreiben die Schweinehalter.

"Wir sind eine Gruppe aus aktiven Schweinehaltern jeglicher Betriebsgröße aus ganz Deutschland. Wir fühlen uns sowohl von der Politik als auch von der Gesellschaft vollkommen im Stich gelassen. Wir möchten unseren Tieren mehr Tierwohl ermöglichen und auch dem Umweltschutz gerecht werden. Nur um höhere Tier- und Umweltschutzstandards nachkommen zu können, müssen wir die Erlaubnis bekommen, unsere Betriebe umzubauen oder gegebenenfalls auch neu zu bauen. Wir möchten unsere Höfe gerne in eine Zukunft mit Perspektive führen und fordern deshalb zeitnah eine praktikable Lösung!

Wir bitten Sie daher inständig: stimmen Sie einer Änderung des Baugesetzbuches zu, und blockieren Sie nicht die Verbesserungen im Bereich Tier- und Umweltschutz."

Wer Änderungen im Tier- und Umweltschutz anstrebt, müsse nach Aussage der Unterstützer des offenen Briefs auch juristisch die Möglichkeit der Umsetzbarkeit schaffen. "Ansonsten werden die Betriebe die Schweinehaltung aufgeben, und die Frage des Tierschutzes wird exportiert." Damit sei niemandem geholfen: weder den Tieren, noch den Landwirten und auch nicht den Verbrauchern, die zumindest laut Umfrage regional erzeugte Lebensmittel bevorzugen. "Deswegen muss die Politik hier für die deutschen Tierhalter eine Vereinfachung des Genehmigungsverfahrens formulieren. Ohne die Möglichkeit einer Modernisierung rauben Sie uns die Zukunft", erklären die Schweinehalter. 

 

Landwirt Heinrich Henke: Darum schreiben Landwirte einen offenen Brief

Statement von Landwirt und Mit-Initiator Gerhard Langreiter

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...