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Aus der Wirtschaft

Schweinehalter investieren immer weniger

von , am
09.11.2012

Eine bundesweite Befragung zeigt, dass im Jahr 2012 nur noch jeder fünfte Schweinehalter Geld in die Stallerneuerung steckt. 2005 investierte noch jeder dritte.

Die gesellschaftliche Debatte um die landwirtschaftliche Nutztierhaltung soll aufgegriffen und in eine "nationale Tierwohl-Offensive" eingebunden werden. © Mühlhausen/landpixel
In 2005 wollte noch jeder dritte Schweinehalter in seinen Stall investieren, sei es in einen Neubau oder in die Renovierung des Schweinestalls. In 2012 plant nur noch jeder fünfte Schweinebetrieb Geld in Stallerneuerung zu stecken. Das zeigt eine bundesweite Befragung von ca. 5.000 Betrieben mit mehr als 500 Mastschweinen oder 100 Muttersauen. Die repräsentative Umfrage wurde von der AgriDirect Deutschland GmbH im September und Oktober 2012 durchgeführt.
 

Investieren in Stallneubau versus Stallrenovierung

Das Investitionsverhalten der deutschen Schweinebetriebe in Sachen Stallneubau weist in 2012 einen Rückgang von fast 4 Prozentpunkten im Vergleich zu 2010 auf. Auch zum Thema Stallrenovierung ist ein Rückgang von fast 3 Prozentpunkten zu verzeichnen.
 
Vor allem Muttersauenhalter zeigen weniger Interesse am Stallneubau. In 2010 planten noch 21Prozent (%) dieser Unternehmen den Bau eines neuen Stalls. In 2012 ist dieser Prozentsatz auf 13 % gesunken. Auch bei Mastschweinehaltern sinken die Investitionspläne, allerdings ist der Rückgang im Vergleich zu 2010 geringer, als bei Schweinebetrieben mit Muttersauen.

70,1% geben ihr Geld an Stalleinrichtung aus

Die Erneuerung oder Neuanschaffung von Stalleinrichtungssystemen und –Objekten hat beim Schweinehalter Priorität. Insgesamt sagten 70,1% der Unternehmer, die in ihren Stall investieren wollen, dass sie Geld in eine neue Stalleinrichtung stecken werden. 54% nehmen Erneuerungen des Klimasystems vor und 51,8% planen die Anschaffung eines Futtersystems.
 
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