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Schweinehaltung

Schweinehalter in Sorge: QS will Importferkel nicht ausschließen

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am Donnerstag, 16.07.2020 - 12:50 (4 Kommentare)

Trotz der steigenden Anforderungen an deutsche Ferkelerzeuger möchte QS ausländische Ferkel nicht aus seinem Zertifizierungssystem ausschließen.

Obwohl die Anforderungen an deutsche Schweinehalter immer weiter steigen, wird es keinen Ausschluss von ausländischen Ferkeln aus dem QS-Zertifizierungssystem geben.

Die Haltungsvorgaben in Deutschland gelten als besonders streng und sind mit den Vorgaben im Ausland oft nicht zu vergleichen. Als Zertifizierer könne man die rechtlichen Gegebenheiten allerdings nicht ändern. Es ist aber mit niederländischen Qualitätssystemen vereinbart, dass Ferkelerzeuger Schmerzmittel zur Wundheilung verabreichen müssen.

Deutsche Schweinehalter in Sorge

Auch im Hinblick auf das bevorstehende Verbot der betäubungslosen, chirurgischen Kastration und dem Bundesratsbeschluss zur Kastenstandhaltung vom 03. Juli 2020 wächst die Sorge der hiesigen Landwirte.

Ferkelerzeuger fordern, dass importierte Ferkel in Zertifizierungssystemen dieselben Vorgaben haben müssen wie deutsche Ferkel. Das sei laut QS zwar verständlich, würde aber weitere Probleme mit sich bringen. Ein kompletter Marktausschluss ausländischer Ferkel würde auch bedeuten, dass QS- Mäster nicht ausreichend Ferkel bekämen.

Laut QS wird der Strukturwandel der Sauenhalter schneller vorangehen. Die Konsequenzen für Schweinemäster sind noch nicht absehbar. Die Anzahl an Importferkeln könnte laut QS aber steigen.

Mit Material von AgE

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