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Dokumentation

Schweinehaltung: Meldefristen im Januar nicht verpassen

© Mühlhausen/landpixel
AgE/agrarheute
am
04.01.2016

Tierseuchenkasse, Tierhalterversicherung - Schweinehalter müssen im Januar einige Fristen beachten. Ein Überblick.

Schweinehalter sollen die Tierhalterversicherung bis zum 14. Januar an die zuständige Behörde senden. Wer keinen Dritten zur Eingabe der Belege für Antibiotikaabgaben und -anwendungen beauftragt hat, muss diese Daten bis zum 14. Januar selbst eingeben, meldet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. (ISN). Alternativ kann das für die Datenbank der QS Qualität und Sicherheit GmbH der Bestandstierarzt übernehmen und QS beauftragen, diese Daten an die staatliche Datenbank zu übertragen.

    Das sollten Sie im Januar melden

    • Außerdem sind die Tierhalter verpflichtet, bis zum 17. Januar die zuständige Tierseuchenkasse über ihren Tierbestand am Stichtag 3. Januar zu informieren.

    Tiertransport: Das ist neu

    Wie ISN weiter berichtet, darf ab dem 1. Januar Fleisch von QS-Tieren nur noch dann als QS-Ware vermarktet werden, wenn die Lebendtiere durch einen QS-geprüften Tiertransporteur am Schlachthof angeliefert werden. Landwirte, Vermarkter und Schlachthöfe sollten sich deshalb frühzeitig mit ihrem Lieferanten abstimmen, dass nur zertifizierte Tiertransporteure beim Transport von QS-Tieren zum Einsatz kommen. Aktuell sind laut QS gut 1.600 gewerbliche Tiertransporteureaus Deutschland und 291 aus dem Ausland lieferberechtigt.

    Das gilt es ab 2016 noch zu beachten

    Außerdem sind ISN zufolge Mitteilungen an die Antibiotikadatenbank und für das Antibiotikamonitoring über den Tierbestand und die Bestandsveränderungen für den Zeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2015 in der HI-Tier-Datenbank erforderlich.

    Mit Blick auf die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern macht ISN Landwirte auf die am 31. Dezember ausgelaufene Übergangsfrist für Prallteller aufmerksam.

     

    Ratgeber: 10 Tipps zum Schweineimpfen

    Impfstoffe sind grundsätzlich nur bei ausgeruhten und (klinisch) gesunden Tieren anzuwenden. Klinisch gesund sind Schweine dann, wenn keine Entzündungen, Durchfälle oder Husten erkennbar sind. © Grave
    Man unterscheidet zwischen termin- und reproduktionsorientierter Impfung. Hierbei müssen die jeweiligen Anwendungszeitpunkte beachtet werden. Während bei der terminorientierten Impfung in regelmäßigen Intervallen geimpft wird, ist die reproduktionsorientierte Impfung abhängig vom Trächtigkeitsdatum oder der Säugezeit. © Grave
    Ideal für Ferkel sind Impfstoffe, die als Kombination oder zumindest zeitgleich verabreicht werden können. Das Mischen von Impfstoffen muss hygienisch sauber erfolgen und darf nur mit hierfür zugelassenen Stoffen geschehen. © Mühlhausen/landpixel
    Bei der Lagerung des Impfstoffs sollte die  Kühlkette nicht unterbrochen werden. Ebenso darf der Impfstoff nicht gefrieren. Lagern Sie diesen in einem Kühlschrank bei zwei bis acht Grad Celsius. Nehmen Sie den Impfstoff rechtzeitig vor dem Behandeln aus dem Kühlschrank. Zur Verabreichung sollte der Impfstoff mindestens auf Raumtemperatur gebracht werden. © Uwe Bräunig
    Es empfiehlt sich, den Impfstoff nie senkrecht auf den Dorn aufzusetzen, sondern den Gummistopfen immer etwas schräg anzustechen. So verhindern Sie zuverlässig das Ausstanzen von Gummipartikeln, die in den Spritzenmechanismus und den Impfstoff gelangen können. © Fotolia
     Der Landwirt sollte die Ferkel hinter dem Ohr, etwa im Winkel von 90 Grad, direkt am Übergang von der leicht behaarten zur unbehaarten Haut impfen. © Archiv
    Wenn Sie sich für ein nadelloses Impfen entscheiden, können Sie zwischen mehreren Impforten wählen. Beim Ferkel empfehlen sich als Applikationsort der Ohrgrund sowie der Rücken entlang der langen Rückenmuskulatur. Auch im Bereich des Schinkens ist - im Gegensatz zur Impfung mit Nadeln - ein Impfen möglich. Bei Jung- und Altsauen sollten Sie die so genannte Perianalregion, also den Bereich unterhalb der Schwanzwurzel seitlich der Vulva wählen. © Uwe Bräunig
    Nach jedem Gebrauch sind die Spritzen zu reinigen und zu desinfizieren. Am besten zerlegen Sie die Spritze in ihre Einzelteile und spülen diese außen wie innen gründlich mit heißem Wasser und einer milden Seifenlauge ab. Einige Metall- und Kunststoffspritzen lassen sich auskochen. Dieser Vorgang verspricht eine gute Desinfektion. Auch hierbei wird die Spritze auseinandergenommen und in einem Topf mindestens 20 Minuten gekocht. © Werkbild
    Für einige Kunststoffspritzen eignet sich eine Dampfdesinfektion in der Mikrowelle. Dazu füllen Sie den Zylinder der gereinigten Spritze mit etwas Wasser. Wickeln Sie alle Einzelteile in zwei bis drei Lagen Küchenpapier. Nun wird die Spritze in einen sauberen und stabilen Plastikbeutel gelegt und das Küchenpapier mit Wasser gut befeuchtet. Den offenen Plastikbeutel geben Sie mitsamt Inhalt in die Mikrowelle, die Sie für etwa fünf Minuten auf höchster Stufe einschalten. Nachdem die Spritze abgekühlt ist, können Sie diese trocken und lagern. © Uwe Bräunig
    Nachdem die Einzelteile der Spritzen gereinigt und desinfiziert sind, lässt sich die Spritze gut in einem gebügelten Handtuch aufbewahren. Durch das Bügeln wird das Handtuch keimarm. Ebenso bleibt sie in einem verschließbaren Plastikbeutel oder Gefäß trocken und sauber. © Werkbild
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