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Corona und Brexit

Schweinekrise in Irland: Landwirte protestieren für bessere Preise

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am Mittwoch, 19.01.2022 - 15:36 (Jetzt kommentieren)

Auch Irlands Schweinebauern kämpfen um das Überleben. Deshalb sind sie für eine sofortige Preiserhöhung für Schweinefleisch auf die Straße gegangen.

Irische Schweinebauern versammelten sich zur Mittagszeit vor den wichtigsten Supermarktketten in Dublin. So wollten sie auf die Krise im Schweinesektor und auf ihren aktuellen Überlebenskampf aufmerksam machen.

Die Schweinemäster würden laut dem Ausschussvorsitzenden des irischen Bauernverbands (IFA) Roy Gallie derzeit mehr als 35 Euro pro Schwein verlieren - ein „völlig unhaltbarer“ Zustand. Werde den Mästern nicht eine sofortige Preiserhöhung zugestanden, werde es in nicht allzu ferner Zukunft kein irisches Schweinefleisch mehr geben.

Gewinnmarge der Schweinemäster vollständig aufgezehrt

Der massive Anstieg der Produktionskosten, insbesondere der für Futtermittel, bei gleichzeitig anhaltend niedrigen Erzeugerpreisen habe die Gewinnmarge der irischen Schweinemäster in den vergangenen zwölf Monaten vollständig aufgezehrt.

Laut des IFA-Ausschussvorsitzenden verliere der durchschnittliche Schweinehalter in Irland derzeit 1.000 Euro pro Woche. IFA-Präsident Tim Cullinan fordert alle Beteiligten, einschließlich der Einzelhändler, die Absatzförderungsorganisation Bord Bia und Landwirtschaftsminister Charlie McConalogue auf, sofortige Schritte zu unternehmen, um die Verluste für die Schweinehalter einzudämmen.

Der Brexit und die mit der Corona-Pandemie verbundenen Probleme machten dem Schweinesektor schwer zu schaffen.

Mit Material von AgE, IFA

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