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Schweinemarkt: Deutsche Schlachtunternehmen kündigen niedrigere Hauspreise an

von , am
10.08.2011

Berlin - Die Notierungen am EU-Schweinemarkt weisen eine weitgehend stabile Tendenz auf. In Deutschland wollen einige Schlachtunternehmen Preiserhöhungen nicht mittragen.

Mit der zusätzlichen Abrechnung nach AutoFOM-MFA hofft die Westfleich auf mehr Schweine in Gelsenkrichen. © Mühlhausen/landpixel
Ein kleines Minus (-3 Cent) in Dänemark sowie leichte Rückgänge in Großbritannien und Schweden einerseits und ein Zuwachs von zwei Cent in Deutschland sowie kleines Plus in Frankreich halten sich die Waage. In Österreich bleibt die Notierung unverändert.
 
Quer durch die EU wird von einem gar nicht so kleinen Angebot gesprochen, das aber vom Fleischmarkt aufgenommen wird. Während Deutschland in die Urlaubsdestinationen nach Südeuropa zumindest Industriefleisch gut vermarkten kann, hat Dänemark wieder einmal mit dem harten Eurokurs im globalen Geschäft zu kämpfen.

Schlachtunternehmen kündigen geringere Hauspreise an

Hierzulande stieg der Vereinigungspreis zwar um 2 Cent je Kilo (kg) an, dies traf jedoch auf deutlichen Widerstand der Schlachtunternehmen. Bereits am Freitagnachmittag kündigten namhafte Betriebe an, diesen Anstieg nicht mitzugehen, sondern für die laufende Schlachtwoche nur einen geringeren Hauspreis zahlen zu wollen.
 
"Trotz der Hauspreis-Politik mancher Verarbeiter lassen sich die normalen Angebotsmengen weiterhin platzieren. Es bleibt abzuwarten, ob sich für die kommende Schlachtwoche die positive Markteinschätzung der Erzeugerseite oder die massive Preisblockade der Schlachtunternehmen durchsetzt ", stellt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) fest. Festzuhalten bleibe auf jeden Fall, "dass das derzeitige Preisniveau für Ferkelerzeuger und Mäster ruinös ist ".
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