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Aus der Wirtschaft

Schweinemarkt kommt wieder unter Druck

von , am
05.03.2015

Anfang März hat die Situation am Schweinemarkt überraschend gedreht. Nicht nur ist der jüngste Preisanstieg beendet, sondern die Schweinepreise kommen sogar wieder deutlich unter Druck.

Die Schweinepreise kommen wieder deutlich unter Druck. © Rainer Sturm
Offensichtlich haben die gestiegenen Preise wieder mehr Schweine auf den Markt gezogen und damit auch die Angebotssituation für die Schlachtunternehmen merklich verbessert. Gleichzeitig kann der Markt offenbar nicht mehr Fleisch zu steigenden Preisen aufnehmen und die Preise kamen scheinbar auch von der Absatzseite (Einzelhandel) unter Druck. In der ersten Märzwoche (04.03) wurde der bis nächsten Mittwoch (11.03) geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um 4 Cent auf 1,43 Euro/kg SG gesenkt. Die Preispanne war diesmal relativ weit von 1,42 Euro bis 1,45 Euro. 

Auszahlungspreise und Sauenpreise etwas höher

Der von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 1. März durchschnittlich (wirklich) ausgezahlte Preis für Schweine der Handelsklasse S lag bei 1,51 Euro/kg SG. Für Schweine der Handelsklasse E wurden den Landwirten 1,48 Euro/kg SG gezahlt. Im Vergleich zur Woche zuvor (bis 22.02) sind die Auszahlungspreise für S-Schweine um 3 Ct höher. Für E-Schweine wurden die Preise ebenfalls um 3 Ct angehoben. Schlachtsauen (M) wurden in der aktuellen Schlachtwoche bis zum 01. März mit 1,09 Euro/kg SG abgerechnet und damit zu 2 Ct höheren Preisen.

Schlachtzahlen werden wieder größer

Die Zahl der wöchentlich geschlachteten Schweine nahm in der vom BLE gemeldeten letzten Abrechnungswoche bis 01. März um 3 % zu. Mit insgesamt 969.442 geschlachteten Tieren wurden 3,0 % mehr Schweine abgerechnet wie in der Woche zuvor (940.397). Gleichzeitig war die aktuelle Schlachtmenge wieder 0,8 % größer als in der vergleichbaren Vorjahreswoche (2014). Die Zahl der geschlachteten Sauen nahm in der aktuellen Woche (bis 1. März) um 6,4 % auf 19.450 Tiere zu.
 
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