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Schweinemarkt: Weniger Sauen, steigende Preise

von , am
10.06.2011

Amsterdam - Die Gewinne der EU-Schweineproduzenten könnten in den nächsten Jahren steigen, da die Sauenbestände in der EU deutlich sinken, prognostiziert ein Analyst der niederländischen Bank ABN Amro.

© Mühlhausen/landpixel
Die holländische Landwirtschafts-Zeitung Agrarisch Dablad sieht in der Suche nach neuen Marktsegmenten und einem Anstieg der weltweiten Nachfrage weitere potenzielle Faktoren für Gewinnsteigerungen, meldet pigprogress.net.
 
Aufgrund der strengeren Tierschutzvorschriften, die in der EU im Jahr 2013 greifen, erwartet Wilbert Hilkens, Bankmanager für den Bereich Viehzucht, eine Reduktion der gesamten europäischen Bestände um bis zu 30 Prozent. Selbst wenn es nur 15 Prozent seien, stelle dies einen deutlichen Rückgang dar, so der Bankmanager. Folglich ergibt sich eine geringere Fleischerzeugung mit dem Anspruch auf dem gleichen Niveau zu bleiben und den Export zu steigern.

20 Prozent können sich Tierschutzinvestitionen nicht leisten

Nach Angaben der Bank sind für 20 Prozent der Kunden die Investitionen in den Tierschutz nicht machbar. Diejenigen, die in der Schweinehaltung bleiben, stocken ihre Bestände auf, sodass das alte Niveau eventuell nach einer gewissen Zeit wieder erreicht werden könnte. In der Zwischenzeit würden sich die Schweinepreise verbessern und die Schweinehalter könnten höhere Umsätze erzielen.
 
Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der niederländischen Schweinehalter (NVV), Wyno Zwanenburg, erwartet einen ähnlich hohen Rückgang. Nach seiner Einschätzung haben bereits etwas ein Drittel der Schweinehalter Investitionen getroffen, ein Drittel wird sie noch durchführen und der restliche Anteil wird auf schwierige Zeiten stoßen, so pigprogress.net.
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