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Schweinemast: Kostennachteile in Deutschland

© Benshot/fotolia
von , am
27.05.2013

Im Vergleich mit den wichtigsten Wettbewerbern sind die Kosten der deutchen Schweinemäster zu hoch. Die internationale Arbeitsgruppe InterPIG spricht von deutlichen Produktionskostennachteilen.

© Mühlhausen/landpixel
Deutsche Schweinemäster haben im internationalen Vergleich deutliche Produktionskostennachteile gegenüber wichtigen Wettbewerbern. Das geht aus einer Studie über die Rahmenbedingungen der Erzeugung in 15 Ländern hervor, die die internationale Arbeitsgruppe InterPIG angefertigt hat.
 
 
 
 
 

USA Produziert am billigsten

Wie das Landbauökonomische Institut (LEI) der Universität Wageningen hierzu mitteilte, beliefen sich die Kosten je Kilogramm Schlachtgewicht in Deutschland 2011 auf 1,72 Euro. Günstiger produzierten unter anderem wichtige Konkurrenten in der EU: Für Dänemark und Belgien errechnete die Fachgruppe Kosten von 1,57 Euro, für Spanien 1,58 Euro, für die Niederlande 1,60 Euro, für Frankreich 1,61 Euro, für Österreich 1,65 Euro und für Irland 1,68 Euro. Teurer als in Deutschland war die Produktion in Großbritannien und Tschechien mit jeweils 1,75 Euro, in Italien mit 1,91 Euro und in Schweden mit 1,93 Euro. Am kostengünstigsten wurde in Drittländern gemästet, und zwar in den USA für 1,24 Euro sowie in Brasilien/Mato Grosso und Kanada für 1,27 Euro.

27 abgelieferten Schlachtschweinen je Sau und Jahr

Die höheren Kosten der deutschen Schweinehalter gegenüber ihren Berufskollegen in Dänemark und den Niederlanden sind unter anderem die Folge höherer Futterkosten. Weltweit führend waren die beiden Nachbarländer in der Ferkelerzeugung; hier verzeichnete die Fachgruppe beachtliche Ergebnisse von jeweils rund 27 abgelieferten Schlachtschweinen je Sau und Jahr. Der Vergleichswert für Deutschland lag bei 24 Schlachtschweinen je Sau und Jahr. Den Kostenvorteil der niederländischen und dänischen gegenüber den deutschen Ferkeln bezifferten die InterPIG-Experten auf neun bis zehn Euro pro Muttertier. Sie betonten allerdings, dass deutsche Sauenhalter hier mittelfristig aufholen könnten, weil hier immer mehr ineffiziente Betriebe ausschieden.
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