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Die Schweinepest breitet sich Richtung EU aus

© Barbara Schneider/aboutpixel
von , am
23.10.2013

Die russischen Veterinärbehörden haben 13 neue Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASF) registriert. Die meisten Ausbrüche wurden im europäischen Teil Russlands festgestellt.

Die Afrikanische Schweinepest hält Russland in Atem. © Mühlhausen/landpixel
Die größte Anzahl der Ausbrüche mit ASF wurde im europäischen Teil Russlands registriert. Aktuelle Ausbrüche wurden in den Regionen Moskau und Vladimir gemeldet. Die Veterinäre des Landes werden vorrangig daran arbeiten, die Ausbreitung von AFS in die Schwarzerd-Region zu stoppen. Dort sind die größten Anlagen mit Schweinehaltung konzentriert. Das Jahr 2013 war nach Angaben von Rosselhoznadzor ein Rekordjahr in Bezug auf die Ausbrüche von ASF in Russland.

Haus- und Wildschweine infiziert

In verschiedenen Regionen wurde die Infektion mit ASF sowohl bei Wildschweinen als auch bei Hausschweinen festgestellt. Insgesamt wurden bei Hausschweinen 392 Tiere als verdächtig untersucht, von denen sich 92 Verdachtsfälle bestätigten. Bei Wildschweinen waren 54 Tiere auffällig, 10 Fälle wurden bestätigt.
 

Verschleppung droht

Die EU wertet die jüngsten Ausbrüche der ASP in Russland und Weißrussland als Bedrohung für europäische Schweinehaltungsbetriebe. Der Virus kann sowohl durch illegal importierte Nahrungsmittel als auch über infizierte Transportfahrzeuge oder die Wanderung kranker Wildtiere eingeschleppt werden. Die Ansteckung mit der Seuche verläuft für die betroffenen Tiere in der Regel tödlich; einen Impfstoff gibt es bislang nicht.
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