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Schweinepest mit Gentechnik bekämpfen

von , am
09.05.2013

Edingburg - Wissenschaftler des Roslin-Instituts an der Universität Edinburgh haben mit neuesten Methoden der Gentechnik ein Schwein gezüchtet, das resistent gegen die Afrikanische Schweinepest sein soll.

© Massonforstock/fotolia
Wie die irische Zeitung Independent berichtete, gelang es den Forschern, die bereits das Klonschaf Dolly hervorgebracht hatten, mittels "gene-editing" eine genetische Veränderung herbeizuführen, die eine Erkrankung der Tiere verhindert.
 
Dazu wurde ein Gen von afrikanischen Wildschweinen, die Immun gegen diese Viruskrankheit sind, aber nicht mit europäischen Rassen gekreuzt werden können, in die DNA des Hausschweins eingeschleust und damit wie bei einer natürlichen Mutation der genetische Kode umgeschrieben.

Neues Verfahren im Fokus

Der Vorteil des neuen Verfahrens liegt den Wissenschaftlern zufolge in der hohen Präzision und Effizienz gegenüber den bisherigen Methoden. Es gebe eine Erfolgschance von 15 Prozent gegenüber einem Prozent bei den herkömmlichen Verfahren, erläuterte Prof. Bruce Whitelaw vom Roslin-Insitut. Außerdem könne bei "gene-editing" auf die Verwendung von antibiotikaresistenten Genen verzichtet werden und das aufwendige Klonen entfalle ebenfalls. Whitelaw bezeichnete die neue Methodik als minimalen Eingriff, da lediglich "eine von drei Milliarden Basen an genau der richtigen Stelle ausgetauscht werde".

Erste Versuche laufen schon

Die Technik des Umschreibens von Genen könne auch bei Schafen, Rindern oder Geflügel eingesetzt werden, um Immunität gegen bestimmte Krankheiten zu erlangen und so langfristig die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern. Erste Versuche, gentechnisch veränderte Nutztiere kommerziell zu nutzen, gibt es bereits in den USA. Dort prüft die amerikanische Lebensmittelbehörde (FDA) derzeit, ob ein erbveränderter Lachs, der doppelt so schnell wie gewöhnlich wächst, für den menschlichen Verzehr zugelassen wird.
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