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Tierseuche

Schweinepest: Landvolk bittet Jäger um Hilfe

Schwein in Bio-Haltung
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Eva Eckinger, agrarheute
am
07.11.2017

Im Kampf gegen die Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat das Landvolk Niedersachsen um die Unterstützung der Bevölkerung und der Jäger gebeten. Tierhalter seien dringend auf die Mithilfe angewiesen.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist inzwischen gefährlich nahe an Deutschland herangerückt. Bei der Abwehr der Tierseuche hat das Landvolk Niedersachsen um die größtmögliche Unterstützung aller Bürgerinnen und Bürger gebeten. Dabei setze man vor allem auf die Rücksichtnahme von Reisenden und anderen mobilen Personen sowie die der Jägerinnen und Jäger.

Risiko des Krankheitseintrags nach Deutschland hoch

Der Vorsitzende im Tierseuchenausschuss beim Landvolkverband, Norbert Meyer, erklärte: "Unsere Tierhalter sind zur Einhaltung aller Biosicherheitsmaßnahmen sensibilisiert, aber sie sind auch dringend auf die Mithilfe aller Bürgerinnen und Bürger angewiesen."

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) stuft das Risiko des Krankheitseintrags nach Deutschland durch illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material als hoch ein.

Intensive Bejagung des Schwarzwildes

Dasselbe gelte für Erzeugnisse aus kontaminiertem Schweinefleisch, die entlang des Fernstraßennetzes und in Gewerbegebieten entsorgt werden. Von Reisen sollten generell keinerlei tierische Erzeugnisse mitgebracht werden, so das FLI.

Da sich das Virus in der Wildschweinpopulation schnell verbreiten kann und die Schwarzwildbestände in Deutschland groß sind, bittet das Landvolk alle Jägerinnen und Jäger um intensive Bejagung des Schwarzwildes. Damit soll das Übertragungsrisiko minimiert werden.

Hoch ansteckende Viruserkrankung

Die tödliche Tierkrankheit grassiert in den östlichen Anrainerstaaten zu Deutschland. Im Baltikum sowie in Polen, Tschechien, Rumänien und der Ukraine hat das FLI bis zum 24. Oktober insgesamt 2.777 Fälle der gefährlichen Seuche registriert.

Die ASP ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Viruserkrankung der Haus- und Wildschweine mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit.

Appell des Landvolkes auch an Touristen

Schweinehalter sollten ihre Bestände zurzeit noch aufmerksamer und regelmäßiger beobachten und bei Auffälligkeiten unverzüglich den Tierarzt konsultieren, meldet das Landvolk. Einen Impfstoff gibt es zurzeit nicht, er wird auch auf absehbare Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Der Appell des Landvolkes: "Neben Landwirten, Tierärzten und Jägern ist hier auch die Bevölkerung, allen voran Touristen, aufgerufen, das Risiko eines Eintrags zu minimieren."

Mit Material von LPD 81/2017, Landvolk Niedersachsen

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