Login
Mast

Schweinepest: Notimpfungen sollen Keulen ersetzen

von , am
22.03.2012

Berlin - Der Landwirtschaftsausschuss hat dem Antrag "Schweinepest tierschonend bekämpfen" zugestimmt. Ziel ist es, vorsorgliches Keulen zu minimieren.

Rund 1.619 Tonnen Antibiotika wurden 2012 an Tierärzte in Deutschland abgegeben. © Michael Tieck/fotolia.de
Notimpfungen sollen künftig bei einem Ausbruch der klassischen Schweinepest das vorsorgliche Keulen gesunder Tiere ersetzen. Infizierte Schweine müssten weiter geschlachtet werden.

Bisher war vorgesehen, dass bei einem Ausbruch der Klassischen Schweinepest auch gesunde Schweine getötet werden müssen, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Begründet wurde dieses Vorgehen mit der Nichtimpfpolitik der EU.

Verbände unterstützen neues Vorgehen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt das fraktionsübergreifende Vorhaben: "Impfen statt Töten muss die Devise sein", forderte der Generalsekretär des DBV, Helmut Born, im Vorfeld der Beratungen. Born verwies in seinem Schreiben auf die gemeinsame Erklärung der maßgeblich betroffenen Verbände, die im August 2011 unterzeichnet wurde. Darin hatten diese der Fortführung der bisherigen Praxis eine Absage erteilt.
 
In einem Katalog schlugen die Verbände verschieden Maßnahmen vor: konkrete Schritte zur Prävention, zu Sofortmaßnahmen bei Ausbruch, zur Eindämmung durch Notimpfung und zur Sicherheit der Impfung durch Freitesten genannt werden.
 
Die Verbände fordern außerdem eine frühzeitige öffentliche Kommunikation über das Thema Impfung, um Vertrauen für diese Maßnahme zu gewinnen. Weder Landwirte noch die Verbraucher seien länger bereit, die Tötung gesunder Tiere im Tierseuchenfall zu akzeptieren, heißt es in dem Papier
 
Zahlreiche Verbände unterstützen den Maßnahmenkatalog:
  • Deutscher Bauernverband
  • Zentralverband der Deutschen Schweineproduktion (ZDS),
  • Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN),
  • Bundesverband Praktizierender Tierärzte (BpT),
  • Bundestierärztekammer (BTK),
  • Bundesverband der beamteten Tierärzte (BbT),
  • Verband der Fleischwirtschaft (VDF) sowie der
  • Deutsche Tierschutzbund (DTSchB)
Auch interessant