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Russland

Schweinepest: Regierung erwägt 4,5 Mio. Schweine zu beschlagnahmen

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Anke Fritz, agrarheute
am
25.07.2016

Die Afrikanische Schweinepest ist in Russland nicht zu stoppen. Jetzt wird eine Ausbreitung in die Intensivregion Belgorod befürchtet. Die Regierung erwägt 4,5 Mio. Schweine, die in kleineren Höfen gehalten werden, zu beschlagnahmen.

 In Russland grassiert weiter die Afrikanische Schweinepest. Eine Ausbreitung der Krankheit in die Intensivregion Belgorod wird befürchtet. Der dortigen Subsistenzwirtschaft drohen drastische Maßnahmen, berichtete die "Agrarzeitung" online. Nach Angaben des Föderalen Aufsichtsdiensts für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) in Moskau wurden in diesem Jahr bis Mitte Juli insgesamt 25 Ausbrüche dieser Krankheit in Schweinebeständen registriert. Bei einem dieser Ausbrüche handelte es sich um den größten Fall in der Tierseuchengeschichte Russlands. Dabei waren in der Region Sawolshskij 155.500 Schweine betroffen.
 

Experten warnen vor verheerenden Folgen

Medienberichten zufolge erwägt die Regierung, die landesweit insgesamt rund 4,5 Mio. Schweine, die in kleineren Höfen gehalten werden, zu beschlagnahmen. Veterinärexperten warnten unterdessen vor den verheerenden Folgen für den russischen Schweinefleischsektor, sollte das Virus in die Region Belgorod vordringen, wo die meisten großen Schweinezuchtbetriebe Russlands ansässig sind.

Ukraine: 13 Fälle von Schweinepest

In der Ukraine sind seit Anfang dieses Jahres laut Rosselkhoznadzor 13 Fälle von Schweinepest in den Betrieben verzeichnet worden. Zuletzt traf es dabei einen Hof mit etwa 530 Tieren in der Region Tscherkassy. Nach Einschätzung der Moskauer Behörde ist die Gefahr einer weiteren grenzüberschreitenden Ausbreitung der Seuche sehr hoch, da beispielsweise ein Großteil der Schweine in Moldawien und Rumänien in privaten Höfen ohne wirkungsvollen Tierseuchenschutz gehalten werden.

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