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Aus der Wirtschaft

Schweinepest: Russland stoppt EU-Importe

von , am
31.01.2014

Moskau/Brüssel - In Litauen gibt es Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Russland reagiert extrem und stoppt sämtliche Schweinefleischimporte aus allen EU-Mitgliedstaaten.

Wildschwein im Visier: Die Bejagung muss erhöht werden, um die steigenden Populationen zu bremsen. © vchphoto/Fotolia
Die EU-Kommission ist daraufhin mit den russischen Veterinärbehörden in Kontakt getreten, um den Schaden in Grenzen zu halten. "Wir müssen Russland davon überzeugen, dass die EU die Seuche im Griff hat", erklärte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos in Brüssel. Die EU werde dafür sorgen, dass die Ausbrüche der Schweinpest auf Litauen beschränkt bleiben, möglicherweise mit Verbringungsverboten. Von dem generellen Importstopp sind vor allem Lieferanten aus Polen betroffen.

Infizierte Tiere kamen aus Russland

Bei den infizierten Schweinen handelt es sich um den ersten Fall einer Einschleppung der ASP aus Russland. Nachdem in der letzten Woche in Litauen zwei Fälle bei Wildschweinen bestätigt wurden, hat die EU-Kommission am Wochenbeginn Schutzmaßnahmen verhängt. "Lebende Wildschweine, Schweine oder deren Produkte aus den sechs betroffenen Bezirken dürfen nicht außerhalb des Landes verbracht werden", erklärte die EU-Kommission. 
"Das gibt Anlass zur Besorgnis", sagte der Staatssekretär des Agrarministeriums Schleswig-Holsteins Ulf Kämpfer. Das Risiko der weiteren Verschleppung der Tierseuche nach Westen sei aufgrund der Übertragung durch Schwarzwild nicht zu unterschätzen. Angesichts des Vordringens weist das Agrarministerium des Landes Schleswig-Holstein auf die geltenden Sicherheitsmaßnahmen hin. Die bestehenden Hygienebestimmungen in schweinehaltenden Betrieben sowie die Rückverfolgbarkeitsvorschriften müssten streng eingehalten werden.
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