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Schweinepreise 27 Cent unter Vorjahresniveau

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
21.08.2015

Eigentlich hatte man erwartet, dass die Schweinepreise Mitte August wieder steigen. Das Gegenteil ist der Fall.

Mitte August ist das Angebot an Schlachtschweinen wieder gestiegen. Das setzt die Preise unter Druck, wie Dr. Olaf Zinke, Marktexperte des agrarmanagers, berichtet.
 
Dabei hatten die meisten Beobachter wegen der anhaltenden Hitze eigentlich mit einem langsameren Wachstum der Schweine und deshalb auch einem eher kleineren Angebot gerechnet.
 
In der zurückliegenden Schlachtwoche nahm die Schweineschlachtung jedenfalls um fünf Prozent (%) zu und erreichte den höchsten Wert seit 13 Wochen - also seit Mitte Mai. Ohne eine spürbare Belebung der Nachfrage mit dem Ferienende in einigen Bundesländern könnte sich der derzeitige Preisdruck sogar noch verstärken 

VEZG-Preis jetzt bei 1,36 Euro je Kilo

In der dritten Augustwoche wurde der bis zum 27. August geltende VEZG-Preis für Schlachtschweine um 1 Cent auf 1,36 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (Euro je kg SG) nach unten gesetzt. Die Preispanne lag bei der aktuellen Notierung relativ eng zwischen 1,36 und 1,37 Euro je kg SG.
 
Bei der ISN- Internet-Auktion am Dienstag hatte man die Schweine noch zu einem unverändertem Preis mit 1,45 Cent gehandelt.

Schweinepreise 27 Cent niedriger als 2014

Folgende Preise wurden von den Schlachtunternehmen in der Abrechnungswoche bis zum 16. August durchschnittlich an Landwirte gezahlt:
  • Schweine der Handelsklasse S: 1,41 Euro/kg SG (2 Cent unter der Vorwoche)
  • Schweine der Handelsklasse E:1,37 Euro/kg SG (2 Cent unter der Vorwoche)
  • Schlachtsauen (M): 0,97 Euro/kg SG (unverändert)
Im Vergleich zum Vorjahr waren die Schweinepreise zum aktuellen Abrechnungstermin 27 Cent niedriger.
 
Im Vergleich zum letzten Jahr (1,33) sind die Preise für Schlachtsauen derzeit 36 Cent niedriger.
 

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