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Schweinepreiskrise in China

von , am
25.05.2013

Peking - Die chinesische Regierung wird in Kürze mit staatlichen Stützungskäufen von Schweinefleisch beginnen, um den Preisverfall am Markt zu stoppen.

© drx/fotolia.de
Wie das Handelsministerium laut Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, wird der Staat damit bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr als Käufer aktiv, um überschüssige Mengen aus dem Markt zu nehmen. Über geplante Ankaufsmengen und Preise wurden noch keine Angaben gemacht.
 
Die Schweinefleischpreise waren nach Angaben des Pekinger Statistikamtes im April 2013 gegenüber dem Vormonat um 6,1 Prozent gefallen und lagen um 6,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Hohe Volatilität bereitet Sorgen

Die hohe Volatilität am Markt bereitet der chinesischen Führung Sorge; im vergangenen Jahr hatte der starke Preisanstieg am Schweinemarkt noch landesweit die Inflation nach oben getrieben. Nun sollen die staatlichen Lagerbestände gefüllt werden, um den Wertverfall zu stoppen und das Vertrauen der Erzeuger zu erhalten.

EU-Exporte verdoppelt

Die schwierige Lage am chinesischen Schweinemarkt bekamen die EU-Exporteure zu Jahresbeginn allerdings noch nicht zu spüren. Laut Daten der EU-Kommission hat sich die Ausfuhr von frischem und gefrorenem Schweinefleisch in den ersten beiden Monaten 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppelt; zusammen mit den Nebenerzeugnissen und der Verarbeitungsware wurden mit gut 120.000 Tonnen fast 70 Prozent mehr in die Volksrepublik verschifft.
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