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Schwein

Schweineproduktion geht in Richtung Mast

von , am
28.08.2009

In der niedersächsischen Schweinehaltung vollzieht sich nach Darstellung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ein gravierender Umbruch. Während die Schweine kaum weniger würden, gehe die Zahl der Schweinehalter zurück.

© agrarfoto.com

Besonders Sauenhalter sattelten um; die Produktion verlagere sich immer stärker in Richtung Mast, berichtete die Kammer vergangene Woche in einer Presseverlautbarung.

Nach ihren Angaben, die sich auf die vorläufigen Ergebnisse der amtlichen Viehzählung von Anfang Mai stützen, hat sich der Schweinebestand in Niedersachsen mit 8,15 Millionen Tieren gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Er reichte damit nahe an den Höchststand von Mai 2007 mit 8,2 Millionen Schweinen.

Die Zahl der Schweinehalter verringerte sich hingegen um 7,4 Prozent auf gut 12.000; im Jahr 2003 waren noch 18.000 Betriebe gezählt worden. Der Rückgang entspricht laut Kammer rechnerisch einem Minus von 1.000 Schweinehaltern pro Jahr. Dabei handelt es sich in erster Linie um die Ferkelerzeuger; ihre Zahl fiel gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwölf Prozent auf jetzt 4.500. Verglichen mit 2007 beträgt das Minus sogar 24 Prozent.

Diese Entwicklung spiegelt sich der Kammer zufolge auch in der differenzierten Betrachtung der Tierbestände wider: Während die Mastschweine landesweit um 100.000 gegenüber Mai 2008 zulegten, wurde der landesweite Sauenbestand um 24.000 Tiere abgestockt. Als Folge dieser Entwicklung erhöhte sich der durchschnittliche Schweinebestand im Vergleich Mai 2009 zu Mai 2008 um 48 auf jetzt 672 Tiere. Der mittlere Sauenbestand nahm um zehn auf 126 Stück zu. (isn)

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