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Schweineproduktion: Zenit überschritten?

von , am
17.09.2013

Senden - Der Boom der hiesigen Schweineproduktion ist vorbei. Nach Ansicht von Helfried Giesen, Vorstandssprecher der Westfleisch, sei die Erzeugungsspitze bereits 2011 erreicht worden.

Die gesellschaftliche Debatte um die landwirtschaftliche Nutztierhaltung soll aufgegriffen und in eine "nationale Tierwohl-Offensive" eingebunden werden. © Mühlhausen/landpixel
Die Schweineproduktion in Deutschland hat ihren Zenit überschritten. Diese Einschätzung hat der Vorstandssprecher der Westfleisch, Helfried Giesen, auf dem Veredlungstag des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Senden vertreten.
 
Nach seinen Angaben wurde die Erzeugungsspitze im Jahr 2011 erreicht. Seitdem würden die Schlachtungen tendenziell abnehmen. Verantwortlich dafür seien der Abbau der Bestände und Betriebsaufgaben bei Ferkelproduzenten infolge der verschärften EU-Gesetze zur Haltung von Sauen sowie schwacher Ferkelpreise in den vergangenen Jahren.

Giesen geht davon aus, dass sich die Schweineschlachtungen in diesem Jahr in etwa auf dem Vorjahresniveau von knapp 58,4 Millionen Tieren bewegen werden.

Landwirtschaftskammer: Produktion unter Vorjahresniveau

Der Bereichsleiter bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Albert Hortmann-Scholten, führte den Rückgang in der deutschen Schweineproduktion auf "verschlechterte Rahmenbedingungen" für die Erzeuger zurück, die insbesondere die Produktionskosten nach oben getrieben hätten. Im Unterschied zu Giesen geht er davon aus, dass die Schweineschlachtungen 2013 mit 57,5 Millionen Stück das Vorjahresniveau um 1,5 Prozent verfehlen werden.

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