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Aus der Wirtschaft

Schwein/EU: Preisprognosen spiegeln schwierigen Markt

von , am
29.05.2014

Die ersten Monate 2014 waren für die deutschen Schweinehalter schwierig. Ein großes Angebot an Schlachtschweinen einerseits und deutlich kleinere Exporte andererseits drückten auf die Preise.


Wegen des russischen Importstopps rutschten die deutschen Ausfuhren in Drittländer im ersten Quartal 2014 um 18 Prozent unter den Vorjahreswert. Vor diesem Hintergrund erfüllten sich auch die ursprünglichen Erwartungen an die Schweinepreise nicht.
 
Das verdeutlichen auch die aktuellen Prognosen der EU-Kommission zur erwarteten Preisentwicklung am europäischen Schweinmarkt. Zumindest in den ersten beiden Quartalen 2014 bleiben die realisierten Auszahlungspreise deutlich hinter den Erwartungen der Kommission zurück. Gleichzeitig sind die Preise niedriger als im letzten Jahr.

Aber auch die Prognose für die nächsten Monate ist relativ verhalten und liegt zudem weiter unter den Preisen von 2013. Das gilt sowohl für das preislich üblicherweise starke dritte Quartal als auch für die letzten Monate des Jahres 2013. Im bevorstehenden dritten Quartal 2014 (Juli-September) geht die Kommission bislang von einer Preiserholung (Hkl. E) auf 175,5 Euro/100 kg aus. Im vorigen Jahr (2013) bekamen die Landwirte im dritten Quartal mit 187,40 Euro/100 kg für ihre Schweine allerdings rund sieben Prozent höhere Preise.

neues Feld

Das Angebot (Schlachtung) prognositziert die Kommission im dritten Quartal 2014 nur unwesentlich kleiner als im letzten Jahr. Auch in Deutschland könnte die Zahl der geschlachteten Schweine nach den Daten der Kommission knapp unter den Rekordwerten aus dem Vorjahr liegen.
 
Von der Nachfragseite könnte es jedoch durchaus noch Impulse und damit auch Chancen auf etwas höhere Preise geben. Zum einen beginnt Mitte Juni die Fussballweltmeisterschaft und die Nachfrage nach Grillfleisch könnte sich stärker als bislang erwartet beleben. Zum andern hat Russland zuletzt eine mögliche Aufhebung des Importstopps für ausgewählte/überprüfte EU-Länder angekündigt und der Export könnte die Preise ankurbeln.

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