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Schwein/EU: Produktion wird deutlich schrumpfen

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von , am
19.03.2013

Am Schweinemarkt lässt die erhoffte Preiserholung auf sich warten. Das hat mit der derzeitigen Angebotssituation am EU-Markt zu tun.

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Die EU-Kommission rechnet jedoch in ihrer neuesten Prognose mit einem Rückgang der Produktion um 1,5 Prozent innerhalb der Europäischen Union - was aber nicht auf die großen exportorientierten Erzeugerländer Deutschland, Dänemark und Spanien zutrifft.
 
In diesen Ländern liegt die im ersten Quartal erzeugte Schweinefleischmenge zwischen 1,4 Prozent (Dänemark) und 1,6 Prozent (Deutschland) über dem Vorjahreswert. Das begrenzt auch EU-weit die Preisentwicklung nach oben.
 
Allerdings prognostiziert die Kommission für die nächsten Quartale einen sehr deutlichen Angebotsrückgang in Deutschland und in der EU.

Versorgungslücke in Osteuropa

Marktentlastung bietet kurzfristig, neben dem Export in Drittländer, die Ausfuhr in die osteuropäischen EU-Länder. Dort geht die Produktion zum Teil dramatisch zurück und die Länder sind zunehmend auf Zufuhren aus anderen EU-Ländern angewiesen.

Deutsche Produktion bricht ein

Für Deutschland rechnet die Kommission im zweiten Quartal 2013 noch mit einem Angebotsrückgang von 2,7 Prozent. Noch weitaus stärker soll die Produktion am deutschen Markt im dritten und vierten Quartal schrumpfen. Dann rechnen die EU-Experten mit einem Rückgang von 7,2 bis  7,8 %. Für das gesamte Jahr solle die deutsche Erzeugung um 4,1 % kleiner ausfallen als im Jahr zuvor.

Höhere Preise sehr wahrscheinlich

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Der Produktionsrückgang dürfte eigentlich nicht ohne Auswirkungen auf die Preise bleiben, vorausgesetzt der Export in Drittländer geht nicht drastisch zurück.
 
Bislang sieht es zwar noch nicht nach einem Anstieg der Preise aus, aber vor dem Hintergrund der weiter rückläufigen Produktion ist eine Preiserholung nur eine Frage der Zeit.
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