Login
Zucht

Schweinezucht: Mehr Zukauf als Besamung

von , am
24.02.2012

Über 60 Prozent der größeren Schweinezuchtbetriebe kaufen Jungsauen zu, um den Tierbestand konstant zu halten. Erst ab 1.000 Muttersauen wird die Besamung wieder beliebter.

Die in Mecklenburg-Vorpommern getöteten Ferkel hatten ein Geburtsgewicht von 430 bis 650 Gramm. © Mühlhausen/landpixel
Bei einer bundesweit ausgeführten Marktstudie zum Remontierungsverfahren von Schweinezüchtern stellte sich heraus, dass mehr als 60 Prozent der größeren Schweinezuchtbetriebe Jungsauen zukaufen.
 
Dies ist das Ergebnis einer Befragung von 450 Schweinezüchtern mit mehr als 400 Muttersauen, die Ende 2011 durch AgriDirect Deutschland zu diesem Thema durchgeführt wurde. Über 60 Prozent (%) aller befragten Züchter kauft regelmäßig neue Jungsauen, um den Tierbestand konstant zu halten.
 
Die in diesem Zusammenhang am häufigsten genannten Bezugsquellen sind
  • Schweinezuchtorganisationen Danzucht (22 %),
  • Topigs (10,4 %) und
  • Schweinezuchtverband Baden-Württemberg (ebenfalls 10,4 %).
Ab 1.000 Muttersauen wird wieder mehr Besamt
 
Schweinezuchtbetriebe mit mehr als 1.000 Muttersauen entscheiden sich dagegen mit überdurchschnittlichen 49,2 Prozent für die Methode der Eigenremontierung über den Zukauf von Sperma. Die wichtigsten Lieferanten hierfür sind
  • BHZP und
  • Topigs (beide mit 16,1 %) vor
  • Danzucht (14,9 %).
Insgesamt besamen 28,2 Prozent der deutschen Schweinebetriebe mit eingekauftem Sperma und nur 7,6 Prozent mit Sperma aus eigenem Tierbestand.
Auch interessant