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Aus der Wirtschaft

Schweinezüchter für Branchenkommunikation

© ah
von , am
05.07.2011

Stuttgart - In der deutschen Schweinezucht befürwortet man verstärkte PR-Aktivitäten zugunsten des Absatzes von Schweinefleisch.

© Mühlhausen/landpixel
Für eine solche Branchenkommunikation setzt sich der Schweinezuchtverband Baden-Württemberg (SZV) mit seiner Unternehmensmarke German Genetics ein.
 
Kurzfristig müsse eine Einbindung der Schlachthöfe und des Lebensmitteleinzelhandels mit dem Ziel stattfinden, mehr Geld in die Produktionskette der Schweinefleischerzeugung zu bringen, erklärte der Verband vergangene Woche. Ziel soll sein, durch die gemeinsamen Bemühungen bessere Preise zu erzielen, die der Schweineproduktion am Standort Deutschland eine Perspektive geben.
 
Nicht zuletzt aufgrund von Bedenken des Bundeskartellamtes ist eine aus Abgaben der Schlachtereien finanzierte Branchenkommunikation allerdings auf Hürden gestoßen. An den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, und die führenden Vertreter der Landesbauernverbände in der Region appellierte der SZV, den Schweinemarkt zur Chefsache zu machen.

Finanzprobleme durch steigende Futterkosten und Dioxinskandal

Die aktuelle Marktsituation sei besorgniserregend und biete unter den aktuellen Rahmenbedingungen keine Grundlage für eine wirtschaftlich erfolgreiche Schweineproduktion. Die unabhängig vom Schweinepreis stattfindende nachhaltige Steigerung der Futterkosten sowie die Nachwirkungen des Dioxinskandals träfen die Betriebe "mitten ins finanzielle Mark", erklärte der Verband.
 
Die Folge sei ein breiter Produktionsausstieg, insbesondere aus der Ferkelerzeugung, und damit der Verlust von wichtigen Strukturen, Marktzugängen und "regionalen Ansätzen". Der SZV vermarktet laut eigenen Angaben jährlich rund 65.000 Zuchttiere und rangiert dabei in der deutschen Branchenskala an vierter Stelle.
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