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Aus der Wirtschaft

Schwein/USA: Größere Produktion und fallende Preise

© Mühlhausen/landpixel
von , am
22.04.2013

Das US-Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für den Schweinemarkt aktualisiert. Für die zweite Jahreshälfte werden abrutschende Schweinepreise vorhergesagt.

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Eine größere Produktion, rückläufige Exporte und Schweinepreise, die in der zweiten Jahreshälfte deutlich abrutschen. Damit rechnet das US-Landwirtschaftsministerium in seiner im April aktualisierten Prognose für den US-Schweinmarkt. Allerdings dürften auch die Futterkosten in der zweiten Jahreshälfte weiter zurückgehen und den immensen wirtschaftlichen Druck auf die Schweinehalter etwas verringern. Derzeit schreiben die US-Mäster jedenfalls rote Zahlen, wie aktuelle Berechnungen von US-Ökonomen zeigen.
 

Produktion wächst wieder

Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet auf der Basis der aktuellen Bestandsentwicklung jetzt für 2013 eine rund ein Prozent größere Produktion als 2012. Noch zum Jahreswechsel war man aufgrund des großen Kostendrucks von einem Produktionsrückgang von über zwei Prozent ausgegangen. Dies trifft nach derzeitiger Einschätzung allenfalls noch für das erste Quartal 2013 zu. Bereits ab dem zweiten Quartal 2013 übersteigen Produktion und Angebot in den USA wieder die Vorjahreswerte. Diese Entwicklung bleibt nicht ohne Auswirkungen auf die Schweinepreise. Hier hat das USDA seine Prognose für das Gesamtjahr im April weiter nach unten korrigiert.

Preise unter Vorjahr

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Nach den Daten des USDA bekamen die Schweinmäster in den USA im Jahr 2012 für ihre Schlachtschweine (Barrows and Gilts) durchschnittlich 1,81 US-Dollar pro Kilogramm Schlachtgewicht (USD/kg SG). Mitte des Jahres hatten die Erlöse bei rund 2,20 USD gelegen, um dann bis September unter 1,70 USD/kg zu fallen. Im Januar 2013 lag der für 2013 erwartete Preis (wegen der größeren Produktion) nur noch bei 1,88 USD/kg. Im April rechnet man für 2013 dann nur noch mit Preisen von 1,76 USD/kg.
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