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Zucht

Schweiz verhängt Importverbot von Schweinesperma

© agrar-press
von , am
06.12.2012

Bern - Das Schweizer Veterinäramt reagierte nun mit einem Importverbot auf die PRRS-Virusinfektionen mehrerer Schweinezuchtbetriebe durch Importsperma aus Deutschland.

Die Suche nach den Überträgern des H5N8-Virus geht weiter. © Mühlhausen/landpixel
Wie das schweizerische Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) gestern berichtete, hat sich das PRRS-Virus in den Seuchenbetrieben weiter ausgebreitet. Das Virus gelangte von einem infizierten deutschen Eberbetrieb durch Sperma in die Schweiz. Alle 27 belieferten Betriebe wurden letzte Woche gesperrt und die mit dem deutschen Sperma belegten Sauen geschlachtet. Untersuchungen der Blutproben dieser geschlachteten Sauen ergaben, dass bei drei Betrieben eine PRRS-Infektion stattgefunden hat. Die  Betriebe wurden gemäss Tierseuchenverordnung als Seuchenbetriebe eingestuft.
 
Nun erließ das Amt offiziell ein Importverbot von Schweinesperma bis Ende Januar 2013. Bisher war die Schweiz PRRS-frei, daher werden die Nachuntersuchungen nun intensiviert, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern.

Keine Ansteckung der Kontaktbetriebe

Weiter gesperrt bleiben alle 27 Schweinezuchtbetriebe, in denen Spermalieferungen aus der deutschen Eberstation zum Einsatz kamen.  Dasselbe gilt für die Kontaktbetriebe, welche mit Tieren aus diesen Zuchtbetrieben beliefert wurden. Das Veterinäramt geht davon aus, dass keine Ansteckung über die gesperrten Betriebe hinaus stattfinden konnte. Die Untersuchungen der Blutproben aus den Seuchen- und den Kontaktbetrieben werden intensiviert und weitergeführt, teilte das Bundesamt mit.
 
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