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Schweiz will Tiermehlfütterungsverbot lockern

von , am
13.09.2013

Bern - Der schweizer Nationalrat will das Füttern von Nutztieren mit Schlachtabfällen teilweise wieder erlauben.

Vielleicht dürfen in der Schweiz schon bald wieder Schweine und Geflügel mit Tiermehl gefüttert werden. © Michael Simon/fotolia
Bei seiner gestrigen Abstimmung hatte sich der Nationalrat mit 134 zu 38 Stimmen für die Lockerung des Tiermehlfütterungsverbotes ausgesprochen. Die Schweizerische Volkspartei SVP hatte beantragt darüber abzustimmen, dass Schlachtabfallprodukte bei der Fütterung von Schweinen und Geflügel wieder erlaubt werden.
 
Das Tiermehlfütterungsverbot war im Jahr 2000 als Folge zahlreicher Fälle von BSE ("Rinderwahnsinn") ausgesprochen worden. Aufgrund der weltweit steigenden Eiweiß-Preise sei die Nutzung von Schweizer Eiweißprodukten wieder wichtiger, wird Antragsteller Hansjörg Knecht im Landwirtschafltichen Informationsdienst LID zitiert.
 
Der Bundesrat muss nun in dieser Angelegenheit gemäss dem bilateralen Agrarabkommen von 1999 mit der EU verhandeln. Er hatte sich gegen die Motion ausgesprochen, eine Lockerung des Verbots unter bestimmten Voraussetzungen, aber bereits vor mehr als einem Jahr in Erwägung gezogen.
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