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Initiative Tierwohl

Siegerehrung: Erstmalig „Innovationspreis Tierwohl“ verliehen

Gewinner Tierwohlpreis
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Wiebke Herrmann, agrarheute
am
09.04.2019

Gestern Abend (8. April 2019)  hat die Initiative Tierwohl erstmalig den „Innovationspreis Tierwohl“ verliehen. Ausgezeichnet wurde unter anderem ein mobiler Schweinestall mit Auslaufhaltung.

Gestern Abend (8. April 2019)  hat die Initiative Tierwohl erstmalig den Innovationspreis Tierwohl verliehen. Die Landwirtin Gabriele Mörixmann aus Melle in Niedersachsen erhielt für die Idee eines Aktivstalls für Schweine den Preis für das innovativste Konzept.

  • Den ersten Platz vergab die Jury um Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, an den Schweinehalter Peer Sachteleben für seinen mobilen Schweinestall mit Auslaufhaltung. Der Junglandwirt erhielt mit der Auszeichnung ein Preisgeld von 10.000 Euro.
  • Der mit 7.000 Euro dotierte zweite Platz ging an Landwirt Heinz Hackmann, der in seinem Stall eindrucksvoll demonstriert, wie das Konzept des Aktivstalls von Gabriele Mörixmann in der Praxis funktioniert. Er hat es damit geschafft, das Tierwohl seiner Schweine zu verbessern.
  • Den dritten Platz für erfolgreich umgesetzte Projekte in der Landwirtschaft belegte der Schweinemäster Christoph Becker für die Umstrukturierung seines Stalls, die zu mehr Bewegungsfreiheit für die Tiere führte. Er erhält dafür 5.000 Euro. 

„Wir freuen uns über die vielen innovativen Beiträge zur Verbesserung des Tierwohls in der Nutztierhaltung“, sagt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der ITW.  Innovative Ideen zu etablieren sei selbst dann eine Herausforderung, wenn sie nützlich und sinnvoll seien. Mit dem Innovationspreis Tierwohl wolle man das unterstützen.

Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner war zur Feierstunde in Berlin gekommen. „Innovative Ideen sorgen für mehr Tierwohl – ob nun in der konventionellen oder ökologischen Tierhaltung“, sagte sie. „Zum ersten Mal zeichnet die Initiative Tierwohl solche Ideengeber aus, die mit guten Einfällen für Verbesserungen im Stall sorgen.“

„Kluger Stall“ und Frühwarnsystem erhalten Fördergelder

Neben den Preisträgern aus der Landwirtschaft gewannen zwei wissenschaftliche Projekte eine finanzielle Förderung zur Umsetzung. Den Zuschlag erhielt zum einen die Veterinärmedizinerin Dr. Birgit Spindler für die Entwicklung eines kameragesteuerten Frühwarnsystems, das gegenseitiges Verletzen von Puten erkennen soll. Zum anderen erhielt Gé Backus von Connecting Agri & Food eine Förderung für das Pilotprojekt „Kluger Stall“, bei dem es um eine innovative Lösung zum Management des Klimas in Schweineställen geht. Das Fördervolumen für die beiden wissenschaftlichen Projekte beträgt fast 400.000 EUR.

Mit Material von Initiative Tierwohl

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Ralf Remmert mit Ferkel im Flatdeck
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