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Schwein

Smithfield tiefer in den roten Zahlen

von , am
16.09.2009

Virginia - Der größte Schweinefleischproduzent der USA, das Unternehmen Smithfield aus Virginia, steckt weiterhin tief in der Verlustzone.

© agrarfoto.com

Der vertikal integrierte Konzern gab am Dienstag vergangener Woche für das Ende Juli abgeschlossene erste Quartal des Geschäftsjahres 2010 einen operativen Verlust von 107,7 Millionen $ (75,2 Millionen Euro) bekannt, nach einem Minus von 29,1 Millionen $ (20,3 Millionen Euro) im entsprechenden Vorjahresquartal.

Zur Begründung gab der Konzern stark gefallene Schlachtschweinepreise an, die laut Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden C. Larry Pope zurückzuführen sind auf eine schwächere Nachfrage im Export und auf die Auswirkungen des H1N1-Virusgeschehens. Pope kündigte an, das Restrukturierungsprogramm des Konzerns, der über eigene Aufzucht- und Mastbetriebe verfügt und in der Lohnmast engagiert ist, fortzusetzen: Fünf Betriebe seien bereits stillgelegt; ein weiterer werde folgen. Der Vorstandschef rechnet damit, dass in der US-Schweinebranche vorerst weiterhin nicht kostendeckend produziert werden kann und erwartet eine Marktbereinigung.

"In Reaktion auf diese Dynamik in der Branche haben wir unsere Schweinemaststrategie geändert, indem wir die Sauenzahlen reduzieren und landwirtschaftliche Betriebe schließen und uns so den Warenmärkten für Schweine und Getreide etwas weniger aussetzen", erklärte Pope. Andererseits mache Smithfield in der Fleischverarbeitung Gewinn. Eindämmen konnten die Amerikaner ihre Verluste zuletzt auch durch ihre Aktivitäten in Europa. So waren die Verarbeitungswerke von Smithfield in Polen und Rumänien laut Firmenangaben im abgelaufenen Quartal profitabel. Außerdem konnte die zum Konzern gehörende Campofrio-Gruppe wieder einen Gewinn vorweisen, nach einem Verlust im Vorjahresquartal. (AgE)

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