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Aus der digitalen Ausgabe

So meistert Belgien die Afrikanische Schweinepest

Wildschwein-Wald-Birke
am Montag, 23.11.2020 - 12:10

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland angekommen und es gilt, ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern. Belgien ist seit ungefähr 12 Monaten frei von der ASP und wurde am 20. November 2020 offiziell seitens der EU Kommission zu einem ASP-freien Land erklärt. Das sind die Maßnahmen unseres Nachbarn.

Wildschwein-Suche-ASP

Vor mehr als zwei Jahren haben die belgischen Behörden den ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gemeldet. Strikte und schnelle Maßnahmen haben dazu geführt, dass Belgien die ASP in den Griff bekommen hat. In den letzten 12 Monate wurde kein einziger neuer ASP-Fall mehr verbucht.

Dazu hat zum Beispiel eine starke Bejagung der Wildschweine und eine Tötung aller Hausschweine in der betroffenen Zone gehört. Das ging einher mit Entschädigung für die Landwirte und einem besonderen Augenmerk auf Biosicherheit im ganzen Land. In Belgien ist die ASP heute von der Bildfläche verschwunden. Nach einer Abstimmung aller EU-Mitgliedsstaaten in einem Ständigen Ausschuss wurde Belgien am 20. November als ASP-frei erklärt. 

ASP-Maßnahmen: Belgien als Vorbild für Deutschland?

„Unser Ziel in Niedersachen und Deutschland ist es, das Seuchengeschehen der Afrikanischen Schweinepest zu stoppen – ähnlich wie es auch Tschechien und Belgien geschafft haben“, erklärt Dr. Barbara Gottstein vom Referat für Tierische Nebenprodukte und Tiersuchen des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Die wichtigste Maßnahme, um Hauschweine effektiv zu schützen, sei die Biosicherheit auf den Betrieben. Werde sie konsequent eingehalten, seien Schlachtungen von nicht infizierten Hausschweinebeständen in infizierten Gebieten, wie es in Belgien geschehen ist, nicht notwendig.

Welche Maßnahmen führten in Belgien zu einer Verhinderung der ASP?

Belgien nutzte zur ASP-Verhinderung unter anderem folgende Maßnahmen:

  • Der öffentliche Dienst bekam die ASP mit striktem Vorgehen in Wallonien unter Kontrolle
  • Im infizierten Gebiet wurde eine Vernichtung der Wildschweinpopulation angestrebt
  • Ausgeweitete Kernzone auf 110.600 ha inklusive eine Waldfläche von 57.000 ha
  • Um einen Ausbruch bei Hausschweinen zu verhindern, wurden Bestände vorsorglich gekeult

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