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Zucht

So ist die Schweineklaue aufgebaut

von , am
22.07.2015

Charakteristisch für die Schweineklaue sind eine harte Hornhaut und Sohle sowie ein weicher Ballen. Hier finden Sie das Wichtigste zur Anatomie der Scheineklaue.

Auf dem Bild: Der anatomische Aufbau der Klaue beim Schwein. © KTBL
Bei den Schweinen umfasst der Stützapparat die knöcherne Grundlage der KlaueKron-, Klauen- und Sesambein - sowie Sehnen, Bänder und einen Schleimbeutel. Charakteristisch für die Klaue der Schweine ist das Aneinandergrenzen von unterschiedlich festen Hornsegmenten. Diese Grenzbereiche sind empfindliche Stellen des Beines, auf dennen häufig Probleme auftreten können. Wenn sie infiziert werden, entstehen Klauenveränderungen, die zu Lahmheiten führen können.
 
 
Das Klauenhorn wird ständig neu gebildet. Im Monat wächst die Hornwand zirka zehn Millimeter. Der Klauenabrieb wird zum Beispiel über das Laufen auf Betonboden gefördert.

Aufbau des Klauenschuhes

Der Klauenschuh ist bei den meisten Hausschweinen unpigmentiert - Ausnahme beim Duroc.
Der Klauenschuh wird in
  • Hornwand
  • Hornsohle
  • Hornballen unterteilt.
An der Klauensohle befindet sich eine sogenannte "weiße Linie". Hier treffen die Hornschichten von Sohle und Wand zusammen. Im hinteren Bereich geht das Sohlenhorn direkt ins Ballenhorn über. Der Kronsaum befindet sich zwischen dem oberen Rand des Klauenschuhes und der behaarten Haut.

Der Aufbau des Ballens

Der Ballen ist stark nach außen gewölbt. Die Grundlage des Ballens bildet das Ballenpolster, das aus Fett- und Bindegewebe besteht. Es befindet sich zwischen der Ballenlederhaut und der tiefen Beugesehne beziehungsweise dem Klauenbein.
 
Abhängig von den Schichten der äußeren Haut unterscheidet man zwischen:
  • Klauenunterhaut
  • Klauenlederhaut 
  • Klauenoberhaut

Der Aufbau der Afterklauen

Die Afterklauen sind die echten Klauen, weil sie eine knöcherne Grundlage besitzen. Es gibt innere und äußere Afterklauen. Die äußere Afterklaue ist länger als die innere. Der Aufbau der Afterklauen gleicht dem Aufbau der Hauptklauen. Sie erreichen den Boden nicht. Die Afterklauen der hinteren Beine sind höher angesetzt und etwas kürzer als die der vorderen Beine.

Schweinemast: 10 Tipps für mehr Tierwohl im Stall

Tipp 1: Großgruppen bieten folgende Vorteile: Der Platz pro Tier ist derselbe wie in Kleingruppen, aber jedes einzelne Schwein hat mehr Raum zur Verfügung, um sich frei zu bewegen. © Hungerkamp
Tipp 2: Ein automatisches Filterverfahren kann helfen, die Luft im Stall frisch zu halten. Lüftungsklappen sorgen für frische Luft und ein optimales Stallklima. © Hungerkamp
Tipp 3: Für einen komfortablen Boden sind Kunststoff-Elemente, die eine hygienische Oberfläche besitzen eine Lösung. Sie sollen robust und leicht zu reinigen sein. © Hungerkamp
Tipp 4: Kleine Mengen an Sonnenblumenkernhülsenkönnen als Einstreu verwendet werden. Die Mastschweine spielen, suhlen und liegen in der Einstreu. © Hungerkamp
Tipp 5: Je nach Lebendgewicht trinken die Mastschweine täglich 3 bis 10 Liter Wasser. Um die Zufuhr sicher zu gewährleisten, sollen genügend Tränken im Stall verteilt sein. © Hungerkamp
Tipp 6: Schweine sind neugierige Tiere und beschäftigen sich gerne. Zur Beschäftigung können bewegliche und veränderbare Materialien im Stall aufgehängt werden. © Hungerkamp
Tipp 7: Eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit bietet das Raufutter - am besten Heu. Zirka 90 Prozent davon wird von den Schweinen aufgefressen. © Hungerkamp
Tipp 8: Eine Schweinedusche im Stall kann zum Abkühlen oder einfach zum Spielen dienen. Die Schweine lassen sich gerne besprühen. © Hungerkamp
Tipp 9: Ein einfacher Holzstamm kann den Schweinen als Scheuerbalken dienen. Die Schweine nagen sehr gerne am Holz, vor allem,wenn noch Rinde vorhanden ist. © Hungerkamp
Tipp 10: Eine Bade- und Suhlmöglichkeit im Stall weckt und befriedigt die neugier der Schweine. Die Schweine baden, spielen und suhlen sich sehr gerne in einer Wanne. © Hungerkamp
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