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Schwein

Staatliche Förderung für Kanadas Schweinebranche

von , am
05.06.2010

Ottawa - Die von Marktkrisen und restriktiven Einfuhrpraktiken der USA gebeutelten Schweinehalter Kanadas erhalten gezielte staatliche Hilfen zur Weiterentwicklung des Sektors.

© Norman Pogson/Fotolia

Das Landwirtschaftsministerium in Ottawa gab Mitte Mai ein Hilfspaket mit einem Volumen von gut 15 Millionen kanadische Dollar (11,7 Millionen Euro) bekannt, das Schwerpunkte auf Markterschließung und Rückverfolgbarkeit legt. Wie die Branchenorganisation "Canadian Pork Council" mitteilte, stelle die Regierung 9,5 Millionen kanadische Dollar (7,4 Millionen Euro) für 17 Forschungsprojekte zur Verfügung. Für die Initiative zur Stärkung der Rückverfolgbarkeit sollen 3,3 Millionen kanadische Dollar (2,6 Millionen Euro) aus Steuergeldern fließen.

Darüber hinaus stelle die Regierung 1,4 Millionen kanadische Dollar (1,1 Millionen Euro) für die Schweineabsatzförderorganisation zur Verfügung. Mit diesem Geld sollen die Exportanstrengungen für kanadische Genetik unterstützt werden. Ferner sind knapp eine Million kanadische Dollar (782.200 Euro) freigegeben, um ein verlässliches System zur Erzeugung von stark marmoriertem kanadischem Schweinefleisch zu entwickeln, das die Kanadier als wichtiges Qualitätsmerkmal sowohl auf dem heimischen wie auch auf den internationalen Märkten ansehen. Eingesetzt werden sollen dazu neue Technologien, Selektion und Fütterungsversuche.

Kanadier klagen gegen neue Ursprungskennzeichnung

In der eng verflochtenen nordamerikanischen Veredlungsindustrie hat Kanadas Schweinefleischbranche darunter zu leiden, dass die Vereinigten Staaten seit gut einem Jahr eine neue Ursprungskennzeichnung für verschiedene Agrarprodukte, darunter Schweinefleisch, umsetzen, was die Exporte in das südliche Nachbarland erschwert. Gegen die Ursprungskennzeichnung klagen die Kanadier mittlerweile in der Welthandelsorganisation (WTO). Zu leiden hatte die Branche seit 2008 durch ein Überangebot, eine Lage, die sich mit bedingt durch Probleme infolge der fälschlicherweise auch als "Schweinegrippe" titulierten Neuen Grippe kaum entspannte. (AgE)

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