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Aus der Wirtschaft

Stabile Lage am Schlachtschweinemarkt

von , am
06.09.2012

Schlachtreife Schweine lassen sich momentan gut und zügig bei den Schlachtunternehmen platzieren. Für Unmut sorgen aktuelle Billigstangebote an den Fleischtheken des Lebensmitteleinzelhandels.

Wirken sich die in den Niederlanden angekündigten Maßnahmen zur Ebermast bald auch auf Deutschland aus? © MrBounce/aboutpixel.de
Auch nach dem unveränderten Schlachtschweinepreis vom vergangenen Freitag klagen die Schlachtbetriebe weiterhin über zu geringe Margen. Beim Fleischverkauf an den Lebensmitteleinzelhandel und die fleischverarbeitende Industrie konnten die Preissteigerungen der letzten Wochen scheinbar noch nicht in ausreichendem Umfang weitergegeben werden, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN).
 
Der Lebensmitteleinzelhandel setze immer noch vorrangig auf Billigstangebote in der Fleischtheke, wie das Beispiel des Kaufland-Angebots für halbe Schweine zum Preis von 2,22 Euro je Kilo in der aktuellen Woche zeigt.

Angebot und Nachfrage ausgeglichen

Dennoch hat sich auf dem Lebendmarkt kein Überhang an schlachtreifen Schweinen aufgebaut. Die durchweg normalen Angebotsmengen an schlachtreifen Schweinen lassen sich weiterhin gut und zügig bei den Schlachtunternehmen platzieren.
 
Hinzu kommt, dass sich nach Aussagen verschiedener Vermarkter andeutet, dass sich die angebotenen Stückzahlen in der kommenden Woche reduzieren werden. Auch wenn die Auktionsergebnisse der Internet Schweinebörse vom Mittwoch mit einem Durchschnittspreis von 1,93 Euro je Kilo um zwei Cent unter den Werten der letzten Woche lagen, sind Angebot und Nachfrage beim derzeitigen Preisniveau im Großen und Ganzen als ausgeglichen zu beurteilen, so die ISN. Aus heutiger Sicht müsste damit auch für die kommende Schlachtwoche ein unveränderter Erzeugerpreis möglich sein.

Ebermast als sinnvolle Alternative

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