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Stallbau: Junglandwirt setzt sich für mehr Tierwohl ein

Viel Platz, Auslauf und Beschäftigung – der neue Stall von Jan Ole Oestmann erfüllt höchste Tierwohlstandards. Am Markt werden seine Tiere jedoch nicht gewürdigt. Trotzdem bereut er die Investition in den Stall nicht.

am Freitag, 12.08.2022 - 07:00 (1 Kommentar)

Ein warmer Tag im Juni: Die Schweine verbringen diesen Nachmittag im Auslauf und suhlen sich. Mitte April 2022 nahm Jan Ole Ostmann den neuen Tierwohlstall in Rethem im Heidekreis in Niedersachsen in Betrieb. „Vor einigen Jahren noch war der Stall als konventioneller Maststall geplant“, sagt der junge Landwirt, „doch schon in meiner Jahresarbeit in der Fachschule beschäftigte ich mich mit einem Kostenvergleich zwischen einem konventionellen Maststall und einem Tierwohlstall mit Auslauf.“

Nach dem Abschluss der Fachschule bekam der junge Landwirt die Gelegenheit, einen benachbarten Betrieb zu übernehmen. „Ich wurde von einem Nachbarn angesprochen, ob ich es mir vorstellen könnte, seinen Betrieb zu übernehmen. Das war eine große Chance für mich und ich sagte zu. Seitdem bin ich mit dem Betrieb und 160 ha Ackerbau selbstständig“, sagt er.

Entscheidung für einen neuen Tierwohlstall

Da es für den jetzigen Standort des Stalls bereits eine positive Bauvoranfrage gab, entschied sich Jan Ole Oestmann dazu, dieses Bauprojekt nun für seinen eigenen Betrieb zu realisieren. „Auf unseren sandigen Böden gehört die Tierhaltung zu einem schlüssigen Betriebskonzept dazu. Außerdem wird es in Zukunft nicht einfacher werden, einen Stall genehmigt zu bekommen und zu bauen“, sagt der 27-jährige Landwirt.

Schnell stand bei der Planung des neuen Maststalls die Überlegung im Raum, einen Tierwohlstall zu bauen. „Ich wollte mich damit auch für die Zukunft sicher aufstellen“, sagt er. „Die gesellschaftlichen Anforderungen und auch die Standards des Lebensmitteleinzelhandels gehen immer mehr in Richtung einer tierwohlgerechten Haltung und eines Auslaufs für die Schweine. Ich stellte daher mithilfe meines Beraters alle Kosten auf und überlegte, ob ein Tierwohlstall für meinen Betrieb infrage kommt“, berichtet er. Ein wichtiger Grund für die Entscheidung für einen Tierwohlstall war die Förderung, die er dafür erhielt

Tierwohlstall der Öffentlichkeit zeigen

Im Februar 2022 begann dann das Einrichten des Stalls. „Das war ein straffer Zeitplan, denn die ersten Ferkel hatten wir für den 19. April 2022 bestellt“, erinnert sich Jan Ole Oestmann. Mit viel Einsatz und Organisation wurde der Stall aber rechtzeitig fertig. „Kurz vor Ostern dieses Jahres waren alle Bauarbeiten am Stall abgeschlossen, sodass wir kurz vor dem Einstallen der ersten Ferkel noch einen Tag der offenen Tür ausrichten konnten.“

Rund 400 Besucher aus der Umgebung besuchten damals den Stall, schauten sich alles an und stellten Fragen. „Das wurde auch von interessierten Verbrauchern gut angenommen. Viele von ihnen stellten Fragen und zeigten sich sehr offen für diese Haltungsform“, sagt der junge Schweinehalter.

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