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Starker Export stützt die Preise

von , am
02.12.2011

Die Schweinepreise in der EU haben im November überraschend deutlich zugelegt, nachdem die Notierungen in den meisten großen Erzeugerländern seit Monaten stagnierten.

In Deutschland und den Nachbarländern kletterten die Notierungen im Schnitt um fünf Ct/kg. Im Vergleich zum November des letzten Jahres kosteten Schlachtweine in der EU sogar 22 Ct/kg mehr.
 
Auch am Weltmarkt haben sich die Preise nach einer Schwäche im September wieder befestigt. Ursache ist offenbar die erneut anziehende Exportnachfrage. Insbesondere China hat wegen der kräftig gestiegenen Inlandspreise offensichtlich wieder mehr Ware importiert und damit den internationalen Handel belebt. Immerhin kostete Schweinefleisch die chinesischen Verbraucher wegen des knappen Angebots zuletzt 26 Prozent mehr als im Vorjahr und die Regierung versucht mit den zusätzlichen Importen die Inflation einzudämmen.
 

Preise in den USA relativ hoch

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Die jüngste Belebung der Exportnachfrage schlägt sich auch in der Preisentwicklung der stark exportorientierten US-Amerikaner wider. Dort zogen die Preise nach zwischenzeitlicher Schwäche erneut an und pendelten zuletzt auf einem sehr hohen Niveau zwischen 1,95 und 2,05 USD/kg SG. Am US-Terminmarkt geht man für die kommenden Monate sogar von weiter steigenden Preisen aus.
 
Auch für Amerikaner ist China in diesem Jahr zu einem der wichtigsten Exportmärkte geworden. Die US-Exporte ins Reich der Mitte haben sich von Januar bis September fast verfünffacht. Am europäischen Terminmarkt ist man derzeit etwas weniger optimistisch und rechnet spätestens zum Jahresbeginn mit einem relativ deutlichen Preisrückgang. Derzeit liegt die Preiserwartung für den Januar bei knapp 1,52 Euro/kg SG und für den Februar bei 1,54 Euro/kg SG und damit gut 10 Ct unter den aktuellen Preisen.
 
Mehr Informationen zu Schweinepreisen erhalten Sie auch in unserer Rubrik Märkte und Preise ...
 
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