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Straathof: 'Schweine-Imperium' soll gestürzt werden

© NDR
von , am
04.06.2015

Mittlerweile ist der Skandal um den Schweineproduzenten Adrianus Straathof schon fast Geschichte. Die Organisation "Aktion Agrar" startet jetzt eine Kampagne. Ziel ist die Schließung aller Anlagen.

Der Schweineproduzent Adrianus Straathof steht im Visier der Behörden. © Bökel
Der Schweineproduzent Adrianus Straathof scheint neue Gegner zu haben. "Aktion Agrar" startet eine Kampagne um das Schweine-Imperium zu stürzen, heißt es in einer Pressemitteilung der Organisation. Seit dem Jahreswechsel recherchiert Aktion Agrar nach eigenen Angaben das Firmengeflecht des Agrar-Industriellen.


 

Agrarminister sollen handeln

Damit Straathof nicht weitermachen kann wie bisher, sieht "Aktion Agrar" jetzt die Landes-Agrarminister in der Pflicht:
  • Ein länderübergreifender Datenaustausch zwischen den Tierschutz-Behörden sei nötig, damit das Tierhaltungsverbot rechtswirksam werde.
  • Es brauche darüber hinaus Tierschutzpläne für die Bundesländer, und besser ausgestattete Veterinärämter, die die nötigen Kontrollen gewährleisten müssen.
  • Während sechs Bundesländer durch ein landesweites Verbands-Klagerecht für Tierschutzverbände immerhin einige Möglichkeiten zur Einschränkung von Megaställen geschaffen hätten, fehle dies in sämtlichen Ländern mit Straathof-Ställen.

Organigramm zeigt Firmengeflecht auf

"Aktion Agrar" legte jetzt eine interaktive Deutschlandkarte mit Daten von den Straathof-Standorten vor und ein Organigramm, das das Firmengeflecht hinter den Ställen beleuchtet.  Jetzt fordert "Aktion Agrar" die Agrarminister aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern auf, zu handeln, um dem "Schweine-Imperium" ein Ende zu machen. In diesen Bundesländern betreibe Straathof noch immer seine Anlagen, schreibt "Aktion Agrar".
 
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