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Demonstrationen

Tierrechtler blockieren Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen

Aktivisten auf dem Schlachthof in Kellinghusen
am Montag, 21.10.2019 - 10:18 (1 Kommentar)

Aktivisten von Tierrechtsorganisationen blockieren Schlachthof der Tönnies-Unternehmensgruppe in Kellinghusen.

Seit heute morgen gegen 4 Uhr halten mehrere Demonstranten den Schlachthof Thomsen, der zur Tönnies Unternehmensgruppe gehört, in Kellinghusen (Schleswig-Holstein) besetzt. Laut der Polizeidirektion Itzehoe halten sich die rund 20 Besetzer teilweise auf dem Dach der Schlachterei auf oder haben sich an den Außenzaun angekettet.

Weitere Demonstranten befinden sich außerhalb des Geländes. Über die genauen Hintergründe dieser Demonstration haben die Aktivisten über de.indymedia.org - Schlachthofblockade "Tear Down Toennies" etwas ins Internet gestellt. Die Polizei ist vor Ort und spricht bislang von einer ruhig verlaufenden Demonstration.

Die Tierrechtler erklären in einer Pressemitteilung, dass sie zwei Einfahrten blockieren, durch die sonst bis zu 6.000 Schweine am Tag in den Schlachthof gebracht würden. Mit dieser Aktion kämpfen sie unter anderem für die Befreiung von Tieren, gegen die Zerstörung von Ökosystemen und des Klimas und für Arbeiterrechte.

Mahnwache auf Tönnies Schlachthof in Kellinghusen

Bereits letzten Samstag hielten Aktivisten der Tierrechtsorganisation "Animal save" eine Mahnwache vor dem Schlachthof in Kellinghusen ab. Sie berichteten von einem Blut-Wassergemisch, das aus dem Schlachtgebäude über den Parkplatz ins Erdreich und in ein Siel gelaufen sei. 

Per Video dokumentierten sie den Vorfall ebenso wie die Reinigungsaktivitäten des Tönnies-Unternehmen. Laut des Bürgermeisters war die Situation allerdings bereits entschärft, als er am Ort des Geschehens eintraf. Das Blut-Wassergemisch sei mit einem Granulat gebunden, aufgenommen und entsorgt worden.

Die von den Aktivisten informierte Gabriele Piachnow-Schmidt, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, hält den Vorfall für skandalös. Sie fragt sich, was passiert wäre, wenn die Aktivsten nicht darauf aufmerksam geworden wären und fordert Aufklärung, wie so etwas geschehen konnte.

Mit Material von SHZ

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