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Tierschutz: Dänemark will Nägel mit Köpfen machen

von , am
23.01.2014

Kopenhagen - Schwänze kupieren, Kastration ohne Betäubung und Ferkelsterblichkeit: Der neue Agrarminister in Dänemark sieht große Tierschutzprobleme in der Schweineproduktion.

Am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie wird der Einfluss der Aufruffütterung auf Futterkämpfen geforscht. © Mühlhausen/landpixel
Seit einem guten Monat hat Dänemark einen neuen Landwirtschaftsminister, Dan Jørgensen. Angeblich schlägt er einen ungewohnt rauen Ton gegenüber den dänischen Schweinehaltern an, berichtet das dänische Internetportal 'landbrugsavisen'. Das geht aus einer Meldung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hervor. Demnach habe Jørgensen in einem ersten Interview zum Thema Tierschutz gesagt: "Wir haben sehr große Tierschutzprobleme in der dänischen Schweineproduktion."

Jørgensen geht in die Offensive

Diese Probleme seien aus Sicht des Dänen "aus ethischen und moralischen Gründen ernster zu nehmen." Nach Absprache mit Landwirtschafts- und Tierschutzorganisationen, weiteren Experten und Politikern, möchte der Minister Ende Februar einen Aktionsplan erstellen. Schwänze kupieren und Kastration ohne Betäubung sind zwei brennende Themen für den Ressortchef. Auch das Thema Ferkelsterblichkeit rückt in den Fokus.
 
Jørgensen wollte nicht verraten, welche spezifischen Ziele und neuen Rechtsvorschriften er plant, bevor er nicht mit allen Beteiligten gesprochen habe. Aber er versichert, dass es Aktionen gegen die vielen Probleme in der Schweineproduktion geben wird: "Ich drücke mich mit Absicht um die Antwort, sie können sie mir wieder in zwei Monaten stellen, es sei denn, es ist etwas geschehen."

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