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Schweineschlachtung

Tierschutzindikatoren automatisch erkennen

Schweinehälften am Schlachtband
© Martina Hungerkamp
von am
31.01.2018

Ein automatisches Kamerasystem hilft dabei Schlachtbefunde bei Schweinen einheitlich zu erkennen.

Ohrrand- und Schwanznekrosen können am Schlachtband eindeutig und zuverlässig von automatischen Systemen erkannt werden. Das ist das Ergebnis des Pilotprojekts der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Ziel war es, eine objektive Bewertung von Tierschutzindikatoren zu erreichen, um zum Beispiel einen Schlachtbefund oder das Tierwohl einheitlich zu erkennen. Mit einem geeigneten Kamerasystem sollte die Beurteilung von zuvor festgelegten Tierschutzindikatoren entwickelt und optimiert werden.

Kamerasystem erfasst Schlachtbefunde

Hierfür wurden Kameras am Schlachtband installiert, die auf Schinken, Rücken, Kopf und zwei Seitenansichten ausgerichtet waren und fünf Aufnahmen pro Schwein machten. Auf dieser Grundlage erstellten die Wissenschaftler Algorithmen, die die Befunde automatisch erkannten. Störungen wie das falsche Zuordnen von Befunden konnten durch das parallele Beobachten einer Tierärztin behoben werden.

Die Bewertung des Systems zeigte, dass Ohrrand- und Schwanznekrosen eindeutig detektiert wurden. Jedoch konnten keine spezifischen Grenzwerte für die einzelnen Tierschutzindikatoren festgelegt werden. Das Gerät ist aber in der Lage, zum Beispiel die Schwanzlängen zu bewerten. Zudem waren die Unterschiede in der Beurteilung zwischen der automatischen Methode und einem menschlichen Beobachter nicht größer als zwischen zwei Personen.

Mit Material von www.q-s.de

Deutsche Schlachtindustrie: Die 10 größten Schweine-Schlachter

Lkw von Düringer Fleisch
Platz 10: Düringer Fleisch: 2016 taucht erstmals das Düringer Fleischkontor in den Top 10 auf. Hier stiegen die Schlachtungen nach turbulenten Jahren um über 15 Prozent (%) auf 0,96 Mio. Tiere. © Werkbild
Gelände von Simon-Fleisch
Platz 9: Simon-Fleisch: Simon-Fleisch aus Wittlich in Rheinland-Pfalz steigerte seine Schweineschlachtungen 2016 um 1 Prozent auf 1,04 Mio. Tiere. © Werkbild
Metzger zerlegen Fleisch
Platz 8: Tummel: Moderat wachsen konnte das Familienunternehmen Tummel aus dem westfälischen Schöppingen. Tummel schlachtete 2016 1,55 Mio. Schweine. Das waren 2,6 Prozent mehr als 2015. © Fotolia/industrieblick
Gebäude mit Logo von Böseler Goldschmaus
Platz 7: Böseler Goldschmaus: Positiv entwickelte sich die Erzeugergemeinschaft Böseler Goldschmaus aus Garrel und steigerte die Anzahl der geschlachteten Tiere auf 1,77 Mio. © Werkbild
Schweinehälften im Kühlraum
Platz 6: Vogler Fleisch: 2016 zeichnete sich das Schicksal von Vogler Fleisch bereits ab mit einem Schlachtminus von 12 Prozent. Nachdem das Unternehmen in Insolvenz ging, wird es wohl 2017 nicht mehr im Ranking auftauchen. © agrarfoto
Logo Müllerfleisch
Platz 5: Müller Gruppe: Mit einer Steigerung der Schlachtungen um beachtliche 12 % auf 2,1 Mio. Schweine konnte auch die süddeutsche Müller Gruppe gegen den Trend wachsen. © Werkbild
Fleischzerlegung bei Danish Crown
Platz 2: Die Silbermedaille unter den weltweit größten Schlachtbetrieben sicherte sich Danish Crown mit 25 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016. © Werkbild
Westfleisch Industriegebäude
Platz 3: Westfleisch: In 2016 konnte Westfleisch die Verlustzone wieder verlassen. Insgesamt wurden die Schlachtungen auf 8 Mio. Schweine gesteigert. © Creative Commons/Stahlkocher
Vion-Gebäude
Platz 9: Vion: Mit knapp 10 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016 erreichte die Vion Food Group Platz 9 der weltweit größten Schlachtunternehmen. © Creative Commons/Thomas Nugent
Werksgebäude des Unternehmens Tönnies
Platz 5: Unter die Top 5 der weltweit größten Schlachtunternehmen hat es die deutsche Firma Tönnies mit rund 18 Millionen geschlachteten Schweinen im Jahr 2016 geschafft. © Werkbild
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