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Beschäftigungsmöglichkeiten für Schweine

Tierwohl: Ferkel mit innovativen Spielzeugen beschäftigen

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am Montag, 14.02.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

Schweine müssen beschäftigt werden. Wir haben verschiedene Spielzeuge in der Ferkelaufzucht getestet und zeigen, wie attraktiv sie für die Tiere sind und worauf es bei der Auswahl ankommt.

Schweine müssen nach der neuen Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung jederzeit Zugang zu organischem und faserreichem Beschäftigungsmaterial erhalten. Die Materialien müssen sich untersuchen, bewegen und verändern lassen. Metall- und Futterketten sowie Kunststoffobjekte scheiden demzufolge als alleiniges Beschäftigungsmaterial aus.

Um die Tiere möglichst auch vom gegenseitigen Schwanzbeißen abzuhalten, werden innovative Spielzeuge benötigt. Die Herausforderung besteht darin, derartige Spielzeuge zu entwickeln, die für die Schweine attraktiv, aber zugleich auch robust, preisgünstig und wartungsarm sind.

Vier Spielzeuge für Schweine getestet

Daher wurden mehrere Spielgeräte entwickelt, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, und auf dem Oberen Hardthof, der Forschungsstation der Universität Gießen, getestet. Konkret handelte es um ein Spiegelspielzeug, den Pelletfeeder (Trommelfeeder), Ketten in der Trogtränke sowie einen Beschäftigungsautomaten. Als Vergleich dienten die standardmäßig in den Ferkelaufzuchtbuchten angebrachten einfachen Ketten sowie Wippen mit jeweils daran befestigten Ketten und Holzstücken.

Im Test erwiesen sich letztere, also die routinemäßig in der Bucht vorhandenen Spielzeuge, als am wenistens beliebt bei den Ferkeln. Sie wurden nur rund 4-mal pro halbe Stunde genutzt. Mittelgradig attraktiv waren das Spiegelspielzeug und die Ketten in der Tränke.

 

Schweinespielzeug: Pelletfeeder und Beschäftigungsautomat am attraktivsten

Deutlich am attraktivsten war in diesem Vergleich jedoch der Pelletfeeder, der 13,5-mal pro halbe Stunde von den Tieren genutzt wurde. Das Erlangen von Futter und Wasser ist die stärkste Motivation für Schweine, sich mit dem Futter- oder Wasserspender zu beschäftigen. Beim Pelletfeeder werden erst ab einer bestimmten seitlichen Stellung der Trommel einzelne Pellets ausdosiert. Die Ferkel lernen schnell, das Gerät zu bedienen. Sie müssen allerdings dafür „arbeiten“, um kleine Mengen an Pellets zu erhalten.

Als sehr beliebt erwies sich auch der Beschäftigungsautomat, mit dem den Ferkeln ebenfalls ein zusätzliches „Beschäftigungsfutter" angeboten wird. Hier war die Beschäftigungsintensität der Tiere etwa fünfmal höher als in der Bucht mit dem Standardspielzeug. Auch hinsichtlich der Funktionssicherheit und der Bedienung schnitten der Automat wie auch der Pelletfeeder sehr gut ab.

Die ausführlichen Testergebnisse erfahren Sie im Beitrag „Attraktiv und robust" in der Januar-Ausgabe 2022 von agrarheute Schwein ab Seite 20.

Mit Material von Prof. Dr. Steffen Hoy, Universität Gießen

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